Hundeleine - ohne geht es nicht!

Viele Hundebesitzer haben Ihre felligen Vierbeiner so gut wie immer mit dabei – beim morgendlichen Waldspaziergang ebenso wie beim Stadtbummel, beim Besuch von Freunden oder im Restaurant. Doch so gut der beste Freund des Menschen auch erzogen sein mag: Ohne Hundeleine geht es nicht!


Inhaltsverzeichnis


Warum muss der Hund an die Leine?

So viel Freiheit der Hundehalter seinem Vierbeiner auch bieten möchte: Es gibt Situationen, in denen auf eine Hundeleine nicht verzichtet werden kann – oder darf.

In fast allen Bundesländern gilt ein gesetzlicher Leinenzwang für Hunde auf öffentlichen Plätzen. Darüber hinaus können in Einzelfällen abhängig von der Rasse, dem Ausbildungsstand oder der aktuellen Situation weitere Vorschriften erlassen werden, die ein freies Umhertollen der Tiere einschränken.

Ebenfalls ist eine Hundeleine unerlässlich bei der Hundeerziehung. Ohne Leinentraining lassen sich neugierige Welpen kaum unter Kontorolle halten oder Jagdhunde nicht bändigen, wenn diese einmal die Witterung aufgenommen haben.

Schließlich sehen auch die Vierbeiner selbst eine Anbindung an ihr Herrchen nicht unbedingt als unangenehmen Leinenzwang an. Vielmehr entsteht eine gegenseitige Nähe, die dem Tier ein Gefühl der Geborgenheit vermitteln kann.

Ist eine Hundeleine besser als ein Hundegeschirr?

Es ist ein anhaltender Streit zwischen Hundehaltern: Sollte man seinen Vierbeiner an einer Hundeleine führen oder an einem Hundegeschirr? Dabei hat jede Partei Argumente auf ihrer Seite und keine kann ausschließlich mit Pluspunkten überzeugen.  

  • Hundeleine: Gegner von Hundeleinen stören sich nicht an der Leine – sondern am Halsband, an dem die Hundeleine befestigt wird. Denn bei jedem Zug des Tieres nach vorne oder jedem Ruck des Hundehalters zu sich heran, drückt das Halsband auf die Luftröhre des Hundes und kann im Ernstfall die Atmung erschweren oder den Halswirbel verletzen. Doch dies sind Ausnahmen: Hat der Hund einmal gelernt, an einer Leine zu gehen, fühlt er sich freier als mit einem schweren Geschirr, das um seine gesamte Brust gelegt wird. Auch beim Hundetraining garantieren Leinen eine höhere Kontrolle des Hundehalters über das Tier. 

  • Hundegeschirr: Auch ein Hundegeschirr hat viele Vorteile: Es schont die noch weichen Knochen und die sensible Hals- und Nackenregion von Welpen und gewährleistet bei zerrenden Hunden Dank der optimalen Druckverteilung eine einfachere Führung. Ein Hundegeschirr gilt auch als besonders sicher: Kaum ein Tier kann sich aus ihm herauswinden.

Verschiedenen Arten von Hundeleinen

Hundeleinen werden in drei Kategorien eingeteilt, die für jeweils eigene Einsatzzwecke konzipiert sind.

  • Führleinen: Die klassische Führleine ist in der Regel bis zu zwei Meter lang und eignet sich für Situationen, in denen der Hundehalter das Tier in seiner nächsten Nähe wissen möchte oder muss: sei es aufgrund des gesetzlichen Leinenzwangs oder immer dann, wenn sich Hund und Herrchen unter vielen Menschen befinden. Führleinen werden zudem oft zur schnellen und direkten Kontrolle über den Hund bei der Hundeerziehung eingesetzt. Längere Leinen kommen immer dann zum Einsatz, wenn der Hundehalter seinem Vierbeiner möglichst viel Freiraum gewähren möchte, ohne ihn komplett abzuleinen.

  • Schleppleinen: Wer seinen Hund auf Entfernung trainieren möchte, sollte auf eine Schleppleine zurückgreifen – ebenso wie bei einsamen Spaziergängen: Mit bis zu 25 Metern Länge ermöglicht sie den Tieren ein Herumstreunen auf fast eigene Faust, ohne dass sie komplett sich selbst überlassen werden. Auch besonders ängstliche oder aggressive Hunde lassen sich besonders gut über Schleppleinen führen.

  • Flexileinen: Bei der auch als Roll- oder Ausziehleine bekannten Variante bemängeln viele Hundehalter den fehlenden direkten Kontakt zu ihrem Vierbeiner: Die Hundeleine ist in einem Kunststoffgehäuse mit Handgriff gewickelt und kann vom Hundehalter bedarfsgerecht zu einer bestimmten Länge ausgefahren und bequem festgestellt werden.

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Welche Länge sollte eine Hundeleine haben?

Welche Länge sich bei einer Hundeleine am Ende wirklich empfiehlt, ist vom Einsatzgebiet abhängig. Wer nur eine Hundeleine kaufen möchte, sollte bedenken, dass sich klassische Führleinen von zwei Metern nicht verlängern, Schlepp- und Flexileinen hingegen jederzeit verkürzen lassen. Auch der Charakter des Hundes spielt eine Rolle: Ausgebildete Vierbeiner lassen sich auch an langen Leinen kontrollieren.

Welche Hundeleinen eignen sich zum Joggen?

Wer mit seinem Hund joggen gehen möchte, sollte eine spezielle Joggingleine mit Bauchgurt aus flexiblem und robustem Material wie Nylon verwenden, die auch bei starker Zugkraft nicht reißt. Für Läufe im Dunkeln oder Regen ist der Einsatz von wasserfesten Hundeleinen mit Reflektoren empfehlenswert, ihre Länge sollte für die benötigte Kontrolle eineinhalb Meter nicht überschreiten.

Joggingleinen mit Karabinerhaken aus Metall garantieren gegenüber Kunststoff-Modellen einen besonders festen Halt. Was ist beim Kauf einer Hundeleine zu beachten? Bei der Suche nach Hundeleinen können vom Einsatzzweck über den Preis bis zum Design verschiedene Kriterien im Fokus stehen:

Aus welchem Material sollten Hundeleinen bestehen?

Nachfolgend gehen wir die beliebtesten Materialien genauer durch und weisen auf die Vorteile und Nachteile hin.

  • Nylon: Hundeleinen aus Nylon sind besonders beliebt. Das Material punktet mit leichtem Gewicht, Wetterbeständigkeit und einer breiten Farbpalette.

  • Paracord: Paracord-Hundeleinen werden geflochten oder geknotet und bestechen mit ihrer außergewöhnlichen Optik. Sie sind robust und liegen gut in der Hand.

  • Leder: Lederleinen gelten als besonders edel. Sie sind allerdings empfindlich bei Nässe, schwer an Gewicht und aufwendig zu reinigen.

  • Biothane (Lederimitat): Anders das relativ neue Lederimitat Biothane: Das Material besticht durch hohe Reißfestigkeit, ist wasser- und schmutzabweisend.

Wie schwer sollte eine Hundeleine sein?

Vor allem bei kleinen Hunden sollten Halsband und Hundeleine möglichst leicht an Gewicht sein. Dazu zählen auch die Karabinerhaken: Schwere Edelstahlausführungen sind entgegen leichteren Aluminiumhaken ausschließlich für Hunde mit einem Körpergewicht von mehr als zehn Kilogramm empfehlenswert. Das Hundehalsband kann, muss aber nicht optisch auf die Leine abgestimmt werden und dient gleichzeitig als Befestigung für Hundemarken.

Zwei Hunde an der Leine halten - wie geht das am besten?

Wer zwei Vierbeiner zeitgleich ausführen möchte, die sich untereinander gut verstehen, kann anstelle zwei separater Hundeleinen über eine Leine die Kontrolle behalten. An der Zwillingsleine sind zwei Karabinerhaken befestigt, durch die sich die Tiere gleichzeitig führen lassen, ohne sich zu verhaken. Sie sollte durch die erhöhte Zugkraft, die von zwei Tieren ausgeht, möglichst breit und stabil gefertigt sein.

Muss der Hund im Wald an die Hundeleine?

Für einen Leinenzwang im Wald gibt es keine deutschlandweite Regelung. Die einzelnen Bundesländer legen ihre eigenen Vorschriften in ihrer Hundeverordnung oder den einschlägigen Landeswaldgesetzen fest.

Eine Leinenpflicht im Wald dient nicht nur dem Schutz anderer Spaziergänger oder Wildtiere, sondern aufgrund einer Schießerlaubnis für Jäger auch dem der Hunde selbst.

Weshalb zieht der Hund an der Leine - kann er sich dabei verletzen?

Ein zerrender Hund muss nicht dominant sein. Die Gründe können auch in reiner Neugier liegen, hat der Vierbeiner etwas außerhalb seiner Reichweite entdeckt oder erschnüffelt. Für junge Hunde ist alles Neue spannend, und Jagdhunde ziehen bereits bei ihrer normalen Laufgeschwindigkeit automatisch an der Leine.

Bei Hunden mit einem permanenten Drang zum Ziehen verhindert ein gepolstertes Hundehalsband Verletzungen am Hals des Tieres sowie ein weicher Griff ein Einschneiden der Leine in die Hand des Hundehalters.

Spannungen an der Leine können Druck auf den Halswirbel ausüben und langfristig zu einer Unterversorgung mit Blut im Gehirn führen. Richtig angewendet, sind gesundheitliche Risiken jedoch so gut wie ausgeschlossen.

Was also sind die Vor- und Nachteile einer Hundeleine?

Mit relativ großer Sicherheit wird kaum ein Hundehalter auf eine Hundeleine verzichten – unabhängig von einem möglichen Leinenzwang. Sie

  • sichert den Hund vor Autos und ängstliche Passanten vor dem Hund
  • eignet sich optimal zur Erziehung junger Hunde
  • vermittelt ängstlichen Vierbeinern Geborgenheit
  • dient der Kommunikation zwischen Tier und Besitzer

Einzig der Freiraum des Hundes wird eingeschränkt. Doch das muss auch nicht sein: Es ist jederzeit möglich, die Tiere von der Leine zu lassen!

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