Hundeschuhe – So schützen Sie die Pfoten Ihres Hundes

Hundeschuhe funktionieren im Grunde genau wie bei uns Menschen: Sie schützen den haarigen Liebling vor Verletzungen, verleiht ihm einen besseren Halt und ermöglichen ihm, lange Wanderungen problemlos zu überstehen.

Doch natürlich hat so ein Hundeschuh auch seine Tücken: Welche Größe ist die richtige? Worauf ist zu achten? Bei der großen Auswahl fühlen sich Frauchen und Herrchen schnell überfordert.

Wir verraten Ihnen die wichtigsten Punkte, die Sie zum Thema Hundeschuhe wissen müssen.


Inhaltsverzeichnis


Worauf sollte ich beim Kauf von Hundeschuhen achten?

Das Wichtigste zuerst: Der Schuh muss optimal passen, damit die Fellnase beim Laufen keine Schmerzen hat. Es sollten immer vier Schuhe oder zumindest ein Paar getragen werden. Beim Kauf ist darauf zu achten, ob sich nur zwei oder vier Schuhe im Set befinden - und dass der Kaufpreis sich gegebenenfalls verdoppelt.
Ein weiteres Kaufkriterium ist die Flexibilität. Der Hundestiefel darf den Vierbeiner in seiner Bewegung keineswegs einschränken. 

Es gibt unterschiedliche Pfotenschuhe für Hunde: Zur Auswahl stehen Modelle mit Spikes oder Noppen sowie einer Gummisohle für mehr Grip, Modelle mit Reißverschluss oder Klettverschluss und spezielle Winter- sowie Wasserschuhe. Der Einsatzzweck muss beim Kauf also ebenfalls berücksichtigt werden.

Nylonschuhe funktionieren eher wie Socken und können einfach übergestülpt werden. Sie werden durch einen Klettverschluss verschlossen, daher passen sie immer perfekt. Die Hundesocke hat keinen festen Boden, sondern besteht aus einem robusten Material. Dieses ist wasserabweisend und atmungsaktiv.

Solche Modelle sind gut geeignet, wenn eine Verletzung vorliegt und zum Beispiel der Verband geschont werden soll. Sie nutzen sich aber schnell ab und sind daher nicht für den dauerhaften Einsatz oder für Wanderungen geeignet.

Ein Schuh mit fester Sohle bietet beim Laufen deutlich mehr Halt und Grip, muss jedoch unbedingt genau passen. Die Modelle halten in der Regel jahrelang, was den deutlich höheren Anschaffungspreis erklärt. Die Hundeschuhe sind von innen mit einem weichen Material, zum Beispiel mit Fleece, ausgepolstert, um das Tragen noch angenehmer zu machen.

Die Schuhe müssen außerdem atmungsaktiv sein, da die Vierbeiner an den Hundepfoten schwitzen und sich sonst Feuchtigkeit in den Schuhen sammeln kann. Wichtig ist auch die Waschbarkeit: Manche Modelle sind nur per Hand, andere in der Waschmaschine waschbar, manche lassen sich sogar nur ausbürsten – doch das reicht oft nicht.

Brauchen Hunde immer Hundeschuhe?

Nicht alle Hunde brauchen Hundeschuhe – und die meisten nicht dauerhaft. Die Schuhe eignen sich aber vor allem für alte Hunde, die einen unsicheren Gang haben oder bei Schnee und Eis, im Wasser oder bei Verletzungen an den Pfötchen des Vierbeiners.

Hundestiefel bieten Schutz vor Verletzungen wie Schnitten und Abschürfungen und können zum Beispiel bei Sportaktivitäten oder längeren Wanderungen auf unebenem Untergrund genutzt werden.  Auch für alte Hunde, die die Pfoten nicht mehr richtig heben können und deshalb über den Boden schleifen oder die Füße nachziehen, können Hundeschuhe eine echte Erleichterung sein.

Im Sommer, wenn der Asphalt sehr heiß ist, ziehen sich die Fellnasen schnell Verbrennungen zu. Die Ballen an ihren Pfoten sind sehr empfindlich und laufen sich schnell wund oder verbrennen. Gleiches gilt für den Winter: Hier kommt es bei Eis und Schnee rasch zu Erfrierungen oder schmerzhaften Wunden durch das ätzende Streusalz.

Übrigens: Streusalz schadet nicht nur den Pfoten! Läuft der Hund „barpfotig“ und leckt sich später die Pfötchen, kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen. Deshalb gilt: Nach dem Gassi im Winter unbedingt alle vier Pfoten gründlich waschen!

Wie messe ich die Pfoten meines Hundes für Hundeschuhe?

Der Schuh muss optimal sitzen, damit er beim Laufen nicht scheuert. Die Größen sind in der Regel von XS bis XL unterteilt, genauere Schuhgrößen gibt es meistens nicht. Sollten die verfügbaren Größen nicht passen, lohnt sich aber ein Blick zu Modellen anderer Hersteller.

Man kann die Hundefüße genau abmessen, die Hersteller geben in der Regel eine Anleitung mit, wie die Füße auszumessen sind. Zum Messen kann man den Hund gut auf ein Blatt Papier stellen und die andere Pfote hochheben, sodass das Gewicht auf der entsprechenden Pfote liegt. Dann einmal drumherum zeichnen – fertig.
Nun kann man den Abdruck ausmessen und die breiteste Stelle als Orientierung für die Größenbestimmung nehmen.

Wenn der Hund zwischen zwei Größen liegt, dann sollte lieber die größere ausgewählt werden. Die Pfoten müssen ausreichend Platz haben, um sich ausbreiten zu können. Außerdem ist darauf zu achten, dass die Hinterpfoten eventuell eine andere Größe benötigen als die Vorderpfoten.

Wie gewöhne ich meinen Hund an Hundeschuhe?

Die meisten Hunde finden das Tragen der Pfotenschuhe zunächst unangenehm. Sie laufen merkwürdig und wollen die Socken am liebsten direkt loswerden.

Damit es für die Fellnasen etwas leichter ist, den Pfotenschutz zu akzeptieren, sollte der kleine Liebling langsam daran gewöhnt werden:

  • Die Hundeschuhe erst zeigen und den Vierbeiner alles genau beschnuppern lassen. So schwindet die Scheu vor den neuen Schühchen schneller.

  • Manche Hunde mögen es nicht, wenn ihre Füße berührt werden. Deshalb sollte dies unbedingt trainiert werden, bevor die Schuhe das erste Mal angezogen werden.

  • Am Anfang sollten die Pfotenschutzschuhe nur kurz an- und ausgezogen werden. Danach gibt es zur Belohnung ein Leckerchen, um positive Erfahrungen mit dem Tragen zu verbinden.

  • Der Hund wird langsam an die Hundesocken gewöhnt. Zunächst werden dazu nur kleine Runden gelaufen.

  • Mehrmals nachmessen und kontrollieren: Am Anfang ist Kontrolle wichtig. Passen die Schuhe richtig?

  • Nach und nach können die Spaziergänge verlängert werden. Für noch mehr Tragekomfort können Hundesocken verwendet werden.

So zieht man den Hundeschuh richtig an

Der Hundeschuh wird einfach über die Pfote gezogen und dann mit einem Klettverschluss am Bein verschlossen. Dabei sollte der Klett nicht einschnüren und die sogenannte Wolfskralle nicht behindern, um Krallenverletzungen zu vermeiden.

Damit der Schuh nicht verrutscht, kann eine Hundesocke darunter verwendet werden. Diese Socke ist speziell für Hundeschuhe und sollte nicht ohne Schuh verwendet werden.

Es sollten immer vier Schuhe oder zumindest ein Paar hinten oder vorn verwendet werden. Nur so ist die Belastung auf beiden Seiten gleichmäßig. Wird nur einseitig ein Pfotenschuh verwendet, kann es zu einer Fehlhaltung kommen, die zu unangenehmen Muskelkater führt.

Das sind die Vorteile von Hundeschuhe

  • sicherer Halt
  • mehr Grip
  • Schutz vor Verletzungen
  • Schutz vor Eis und Hitze

Das sind die Nachteile von Pfotenschuhen

  • gewöhnungsbedürftig
  • müssen exakt passen
  • Anschaffungskosten

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Welche Hundeschuhe eignen sich für Schnee?

Im Schnee können Pfotenschuhe aus Leder, Textil oder Nylon verwendet werden. Hundesocken aus Mesh sind nicht geeignet, da sie nicht ausreichend wärmen und zu viel kalte Luft an den Hundefuß lassen. Solche Schutzstiefel eignen sich vor allem für den Sommer, da sie sehr atmungsaktiv sind und schnell trocknen.

Die Pfotenschutzschuhe für den Winter müssen wasserdicht sein und besitzen im Idealfall ein weiches Innenfutter, das zusätzliche Wärme spendet. Aber es geht nicht nur darum, die Hundepfoten warmzuhalten: Durch die feste Sohle haben die Fellnasen bei Schnee und Eis einen besseren Halt.

Außerdem sind die Vierbeiner gegen Erfrierungen und Verletzungen an den empfindlichen Ballen geschützt. Und nicht zuletzt kann es durch Streusalz im Winter auch zu Verätzungen an den Füßchen kommen.

Ergibt es Sinn, einen Hundeschuh selbst herzustellen?

Für den dauerhaften Gebrauch macht es sicher mehr Sinn, einen speziellen Hundestiefel zu kaufen. Wird jedoch auf die Schnelle ein Pfotenschutz benötigt, gibt es eine Möglichkeit, mit Dingen des täglichen Gebrauchs Verbandschutzschuhe herzustellen:

  • Zunächst wird die Verletzung des Hundes möglichst mit einem Desinfektionsmittel oder einer Salbe behandelt.
  • Dann wird ein Verband um die Verletzung gelegt und mit einem Klebestreifen befestigt.
  • Um den Verband vor Feuchtigkeit zu schützen, kann er mit einer Plastiktüte oder Frischhaltefolie umwickelt werden.
  • Ein Gummihandschuh, der oben mit einem Klebeband verschlossen wird, gibt weiteren Schutz.
  • Wer mit dem Hund über Asphalt oder steinigen Boden laufen will, kann zusätzlich ein Babysöckchen über den Verband ziehen. Stoppersocken verhindern, dass der Vierbeiner auf glatten Böden den Halt verliert.

Fazit:

Es gibt Situationen in denen Hundeschuhe für den Hund sehr sinnvoll sind. Dabei sollte man immer auch auf die richtige Größe achten. Nur so haben Hund und Herrchen bei langen Spaziergängen auch gemeinsam Spaß, ohne dass der Hund unnötige gesundheitliche Risiken befürchten muss.

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