So nutzen Sie Dentalspray für ein kräftiges und gepflegtes Hundegebiss

Freudig kommt der Vierbeiner angewetzt, stellt sich ans Bett und öffnet grinsend sein Maul. Modriger Maulgeruch schlägt einem entgegen. Zudem blitzen die Zähne der Fellnase nicht in glänzendem Weiß, sondern sind von gelbbraunem Zahnbelag überzogen.

Wollte man seinen Liebling bis zu diesem Zeitpunkt noch knuffen und kuscheln, ist die Freude mit einem Mal vergangen. Vielleicht hätte man es mit dem Zähneputzen in der letzten Zeit doch ernster nehmen sollen.
Eine Zahnreinigung beim Tierarzt bedeutet Stress für alle Beteiligten. Was also tun? Um den Dental Bereich beim Tier (also der Bereich, der von den Zähnen ausgeht) zu reinigen, kann ein Dentalspray für Hunde eine schnelle, einfache und unkomplizierte Lösung sein.

In diesem Beitrag erfahren Sie mehr darüber.


Inhaltsverzeichnis


Dentalspray für Hunde - Was ist das?

Dentalspray für Hunde besteht aus einer Mischung aus Mineralien, Ölen, Kräuterauszügen etc. Sie werden mittels Sprüher in das Maul oder zum Futter des Vierbeiners gemischt. Das Spray kombiniert eine natürliche Zahnreinigung mit einer Zahnprophylaxe. Somit wird die Maul- und Zahnhygiene schnell und einfach verbessert.

Idealerweise erfüllt Dentalspray folgende Anforderungen für die Maulhygiene:

  • hilft dabei, Karies-Säuren zu neutralisieren
  • reinigt die Zähne schonend, ohne dem Zahnschmelz zu schaden
  • fördert es, starke Zähne aufzubauen
  • desinfiziert und beruhigt den Mundraum, bekämpft Bakterienstämme
  •  reduziert oder verhindert Mundgeruch
  • wirkt Zahnbelägen entgegen
  • verhindert Neubildung von Zahnstein durch Änderung des pH-Wertes im Mundraum
  • pflegt das Zahnfleisch

Was sind die Vor- und Nachteile des Dentalsprays für Hunde?

Vorteile von Dentalspray liegen in der schnellen und einfachen Handhabung. Ob man dieses ins Futter gibt oder dem Hund in den Mund sprayt, die Anwendung ist unkompliziert. Dies fördert eine regelmäßige Nutzung und baut Stress aufseiten von Hund und Halter ab.

Ein weiterer Vorteil besteht in der Pflege des Mund- und Zahnbereiches. Besonders ältere Tiere neigen zu Zahnstein. Diese Ablagerungen können mit der Zeit zu Löchern werden. Leiden die Tiere unter Zahnschmerzen, kann man die Ursache für das Leiden nicht immer direkt feststellen.

Im Gegensatz zur Entfernung von Zahnstein mittels des Tierarztes, spart der Einsatz von Dentalspray Stress und Nerven.

Nachteile sehen Kritiker in der Wirksamkeit mancher Sprays. Zudem sind nicht alle Inhaltsstoffe gesund. Dies ist vor allem bedenklich, da Hunde das Spray schlucken.

Auf welche Inhaltsstoffe sollte ich beim Dentalspray für Hunde achten?

Unterschiedliche Sprays beinhalten diverse Ingredienzen. Je nach Hersteller werden nur natürliche Inhaltsstoffe verwendet.

Ein Dentalspray für Hunde hat idealerweise folgende Inhaltsstoffe:

  • Öle: Sie pflegen den Mund- und Zahnbereich
  • Mineralstoffe: Flüssiges Kalzium baut starke Zähne auf
  • Kräuterauszüge: Auszüge aus Pfefferminz, Spitzwegerich, Majoran, Fenchel, Holunderblüten etc. sorgen für einen frischen Atem

Auf dem Markt gibt es auch Dentalsprays mit Inhaltsstoffen wie:

  • PEG: PEG steht als Abkürzung für das Polymer Polyethylenglycol. Es ist in diversen Kosmetika enthalten. PEG hat niedrige Toxizitätswerte und macht die Haut durchlässiger. Zudem trocknet sie diese aus. PEG steht im Verdacht, für den Menschen schädlich zu sein.

  • EDTA: EDTA steht als Abkürzung für Ethylendiamintetraacetat. Tritt es in zu hoher Konzentration auf, bindet es lebenswichtige Metalle. Dies kann zu Störungen des Organismus führen. Die Nutzung ist nur für bestimmte Lebensmittel zugelassen. Hierzu zählen beispielsweise Hülsenfrüchte, emulgierte Soßen und tiefgefrorene Krebse.

  • Enzyme: Enzyme werden zu kommerziellen Zwecken aus gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt.

  • Chlorhexidin: Chlorhexidin ist eine antibakterielle Substanz, welche Bakterien im Mundraum abtötet. Dabei werden neben schädlichen, aber auch nützliche Bakterien zerstört. Zudem können Zähne und Zunge verfärbt und der Geschmackssinn irritiert werden.

  • Salz: Salz schadet Hunden in zu großen Mengen.

  • Alkohol: Alkohol ist bekanntermaßen schädlich für Hunde.

Ist ein Dentalspray für Hunde eine Alternative, anstatt ihm die Zähne zu putzen?

Diverse Halter und Hunde scheuen vor dem Zähneputzen mit Hundezahnpasta und Hundezahnbürste zurück. Laut den Herstellern ist ein Dentalspray als “flüssige Zahnbürste” eine einfache, schnelle und angenehme Alternative. Sie säubert die Zähne, entfernt Zahnstein, erreicht schwierige Stellen und sorgt für frischen Atem.


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Wie verwende ich das Dentalspray für Hunde?

Generell ist die Anwendung von Dentalspray schnell und einfach: Man zieht eine Lefze nach oben und sprüht ins Maul. Wenn der Vierbeiner einige besondere Problemstellen mit Zahnbelag hat, kann man gezielt auf diese Stelle sprühen.

Je nach Spray lässt sich dieses auch einfach auf das fertig angerichtete Hundefutter sprühen. Alternativ kann man es auch auf ein Leckerli auftragen oder ins Trinkwasser geben.

Wie oft und wie viel Dentalspray sollte ich meinem Hund geben?

Dentalspray ist in der Regel mit einer Pump- oder Sprühvorrichtung versehen. Die Menge der Tagesdosis unterscheidet sich je nach Produkt.

Ein Hersteller beispielsweise empfiehlt:

  • 2 Sprühstöße für kleine Hunde
  • 4 Sprühstöße für mittelgroße Hunde
  • 6 Sprühstöße für große Hunde

Ein anderer wirbt mit einem bis zwei Sprühstößen pro Tag.

Die Anwendung sollte regelmäßig ein- bis zweimal pro Tag erfolgen. Besonders wirksam ist die Nutzung direkt während oder nach den Mahlzeiten. In diesen Zeiträumen bilden sich sehr viele Säuren und Bakterien, welche ein Dentalspray neutralisieren kann.

Kann ich Dentalspray für Hunde auch für Welpen verwenden?

Dentalspray ist in der Regel auch für Welpen, und teilweise gar für Katzen, geeignet. Macht man den Vierbeiner früh mit der Zahnpflege bekannt, kann man Zahnstein vorbeugen. Zudem hat eine frühe Anwendung den Vorteil, dass das Prozedere und der Geschmack dem Vierbeiner von klein auf bekannt und vertraut sind.

Was kann ich machen, wenn mein Hund das Dentalspray nicht mag?

Wenn der Hund das Dentalspray nicht mag, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Vielleicht missfällt dem Vierbeiner das Hochziehen der Lefzen? Vielleicht empfindet er den Sprühstoß als unangenehm? Dann kann man das Spray direkt auf das Futter sprühen. Dies bietet sich auch an, wenn die Fellnase den Geschmack nicht mag.

In Kombination mit dem Futter verteilt sich das Spray und wird vielleicht nicht als so negativ wahrgenommen. Das Gleiche kann, je nach Spray, auch in Kombination mit dem Trinkwasser geschehen.

Hilft auch das nichts, kann die Kombination mit einem Leckerli hilfreich sein. Wenn alle Wege scheitern, ist die Umstellung auf ein anderes Dentalspray eine weitere Möglichkeit.

Wie lange reicht eine Flasche Dentalspray für Hunde und wie sollte man es lagern?

Je nach Anbieter ist ein Dentalspray für Hunde nach dem Öffnen etwa bis zu sechs Wochen haltbar. Eine Flasche reicht je nach Hersteller und Angaben für 500 bis hin zu 1.000 Anwendungen.

Dentalspray sollte man vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. Zudem sollte es kühl und trocken gelagert werden. Einige Hersteller empfehlen die Aufbewahrung im Kühlschrank.

Warum riecht mein Hund aus dem Maul?

Wenn der Hund schlechten Atem hat, fragt man sich: “Warum riecht mein Hund aus dem Maul?”. Dies kann unterschiedliche Gründe haben: Beispielsweise kann das Tier sich eine Verletzung im Mundraum zugezogen haben. Eine andere Möglichkeit ist, dass der freche Vierbeiner sich einen “Leckerbissen” vom Straßenrand stibitzt hat.

Generell riechen unsere tierischen Mitbewohner nach ihrer Mahlzeit stärker. Kommen beispielsweise Leber, Fisch oder Pansen in den Napf, resultiert dies in einem herben Geruch. Des Weiteren kann es Krankheiten geben, welche Mundgeruch verursachen. Jene Symptome sollte man überprüfen, bevor man sie bekämpft.

Ursachen für Mundgeruch können beispielsweise sein:

  • Karies oder ein fauler Zahn
  • organische Nierenprobleme
  • Probleme mit der Harnausscheidung
  • Magenprobleme
  • starke Übersäuerung

Wenn der Maulgeruch beinahe ätzend, sehr säuerlich oder nach Harnsäure riecht, sollte man einen Tierarzt aufsuchen. Des Weiteren kann Zahnstein unter anderem in Mundgeruch resultieren. Zahnstein wird von diversen Tierärzten und Futterexperten als eine Zivilisationskrankheit betrachtet.

Die Ursache liegt laut ihnen in der Veränderung der Ernährung der Haustiere. So steckt in diversem Futter zu viel Getreide. Dieses besteht aus Kohlenhydraten, welche wenig mit der ursprünglichen Nahrung gemein haben. Des Weiteren wird aufgezählt, dass fertige Futtermittel häufig ein schlechtes Verhältnis von Mineralien aufwiesen. Es kann auch Substanzen enthalten, welche der Fellnase schaden.

Ein weiterer Grund kann die geringe Größe und Härte des Futtermittels sein. Jenes wird kaum gekaut, sondern vollständig geschluckt. Daher fehlt eine Reibung, welche die Zähne mechanisch reinigt. Fehlen zudem Kauanreize wie große Fleischstücke oder Knochen, hat das Tier keine Möglichkeit, sein Gebiss zu säubern.

Die Folge kann Zahnstein sein. Jener bildet sich aufgrund der Zusammensetzung von Speichel, Anreicherung mit bestimmten Bakterien und Ablagerungen von weichen Plaque-Belägen am Zahnhals. Wenn man diese Beläge nicht entfernt, verhärten sie sich. Je nach Hund können dessen Zähne innerhalb weniger Monate vollständig von dem harten Belag überzogen werden.

Im Gegensatz zu Menschen ist der Zahnstein bei Hunden viel aggressiver. Die Ursache hierfür kann die aggressivere Magensäure sowie eine andere Zusammensetzung des Speichels sein.

Mein Hund hat schlechten Atem - hilft Dentalspray dagegen?

Generell beseitigt Dentalspray laut Herstellerangaben alle Arten von starken Gerüchen. Ätherische Öle sorgen für frischen Atem. Zudem kann Dentalspray helfen, indem Zahnstein abgebaut und der pH-Wert des Mundraumes umgestellt wird.

Dient Dentalspray für Hunde nur zur Vorsorge oder geht damit auch der Zahnstein weg?

Idealerweise handelt man beim Einsatz von Dentalspray präventiv, um Zahnstein, Mundgeruch und Co. keine Chance zu geben.

Mancher Hundehalter wird aber erst durch jene Symptome auf die Problematik aufmerksam. Nutzt man das Dentalspray nun, kann Zahnstein gezielt beseitigt werden. Ist der Befall allerdings zu weit fortgeschritten, sollte man eine Zahnreinigung von einem Tierarzt durchführen lassen.


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