Shar-Pei

Stolz und wachsam schützt der Shar-Pei sein Revier. Dafür möchte er dementsprechend respektiert und natürlich belohnt werden. Da diese Hunderasse häufiger unter Futtermittelallergie leiden kann, sollte auf die Ernährung geachtet werden. Welche Möglichkeiten es gibt und warum Sie regelmäßig die Hautfalten des Shar-Pei überprüfen sollten, erfahren Sie in unserer Hunderassen Vorstellung.

Steckbrief Shar-Pei

  • Rasse: Shar-Pei
  • Herkunft: China
  • Gewicht: Rüde: 22 - 30 kg, Hündin: 18 - 28 kg
  • Größe: Rüde: 45 - 50 cm, Hündin 42 - 47 cm
  • Alter: 8 - 12 Jahre
  • Charakter: anhänglich, intelligent, entspannt, wachsam
  • Fell und Farbe: kurzes und einfarbiges Fell
  • Pflege: Kontrolle der Hautfalten
  • Bewegungsdrang: durchschnittlich
  • Besonderheiten: als Wachhund gezüchtet

Inhaltsverzeichnis


Herkunft

Wo genau die Ursprünge des Shar-Pei liegen, ist bisher nicht bekannt. Es wird davon ausgegangen, dass es sich um eine Hunderasse aus China handelt, die noch keine lange Geschichte hat.
Untersuchungen haben ergeben, dass der Genpool eine Verwandtschaft zum Chow Chow erkennen lässt. Man vermutet, dass die Hunderasse eine Kreuzung aus dem Staffordshire Bullterrier, dem Chow Chow sowie auch dem Mastino ist.

Wie viele der Hunderassen, die aus dem asiatischen Raum stammen, ist der Shar-Pei kein ausgeprägter Familienhund, sondern eher ein sogenannter Einmann-Hund. Es wird davon ausgegangen, dass er als Wachhund oder auch als Kampfhund gezüchtet und auch für Hundekämpfe eingesetzt wurde.

Wirklich nachverfolgbar ist die Rasse allerdings erst seit den 1970er Jahren. Während es kaum noch Shar-Pei-Hunde gab, wuchs der Wunsch einiger Menschen, die Zucht fortzusetzen – wie bei Matgo Law. Er legte großen Wert auf die Zucht einer gesunden Rasse, um diese dann vermarkten zu können. In diesem Zeitraum wurden die ersten Shar-Pei aus China in die USA gebracht.

Das Interesse war da, weshalb der Hund in der vorhandenen Form weiter gezüchtet wurde. Allerdings handelt es sich um eine Rasse, die bis heute eher eine überschaubare Menge an Hunden in der gesamten Welt vorweist.

Bei den Züchtungen wird häufig darauf geachtet, dass der Hund viele Falten hat. Daher wird er gerne auch als Faltenhund angepriesen. Der Rassestandard sagt allerdings aus, dass die Faltenbildung die Gesundheit des Hundes nicht beeinträchtigen darf.

Der FCI hat den Shar-Pei in der Gruppe 2 eingeordnet. Es handelt sich um die Gruppe der Pinscher und Schnauzer, der Molosser sowie der Schweizer Sennenhunde.


Wissenswertes:

Auch wenn der Shar-Pei zu den Molossern gezählt wird, stammt er nicht von den Molossern ab und hat auch genetisch mit diesen nur wenig gemeinsam.


Aussehen

Wenn Sie den Shar-Pei sehen, werden Sie ihn auch direkt erkennen. Es handelt sich um eine nicht so weit verbreitete Hunderasse und auf der Straße ist er recht selten zu sehen. Sein Körperbau ist stämmig und dennoch elegant.

Sein Kopf ist groß und kräftig und fällt vor allem durch die starken Hautfalten auf. Die Kippohren geben ihm ein harmloses Aussehen. Ebenso wie der Chow Chow, hat auch der Shar-Pei eine blaue Zunge, auch wenn diese oft weniger intensiv gefärbt ist.

Das Fell ist sehr kurz und wird oft als hart empfunden. Er hat meist eine helle Fellfärbung, allerdings gibt es ihn auch mit dunklen Farben. Lediglich in Weiß darf der Shar-Pei nicht gezüchtet werden.

Die Rute steht nach oben und ist geringelt. Das ist schon bei den Welpen ein echtes Erkennungsmerkmal. Hundehalter finden bei Welpen gerade das faltige Fell sehr niedlich. Dabei ist es wichtig zu beachten, dass zu starke Hautfalten ein Auslöser für Hauterkrankungen und Entzündungen sein können.

Mit einer Widerristhöhe von bis zu 50 cm und einem Gewicht von knapp 30 kg gehört der Shar-Pei zu den mittelgroßen Hunden und hinterlässt dennoch einen bleibenden Eindruck.


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Charakter

Wen der Shar-Pei nicht kennt, den mag er auch nicht. Tatsächlich hat diese Hunderasse einen sehr ausgeprägten Stolz und legt großen Wert darauf, sich zurückzuhalten.
Wer das Herz eines solchen Hundes gewinnen möchte, der muss viel Zeit und Einsatz zeigen. Hat sich ein Shar-Pei allerdings einmal an einen Menschen gebunden, dann steht er diesem auch immer zur Seite.

Wenn es um die Einsatzgebiete geht, dann wird die Bezeichnung als „Familienhund“ nicht direkt fallen. Dennoch gibt es Familien, die den Shar-Pei gerne als Begleiter hätten. Kindern gegenüber ist die Hunderasse ruhig und geduldig, dabei aber dennoch zurückhaltend. Wenn Sie darauf achten, dass er eine Bezugsperson hat und nicht bedrängt wird, kann er zu einem treuen Familienfreund werden.

Als Wachhund ist der Shar-Pei sehr wachsam. Ihm ist es wichtig, dass seine Bezugsperson gut geschützt ist. Dennoch bellt er nicht viel. Stattdessen möchte er respektiert werden.


Interessant!

Der Shar-Pei ist der Herr im Haus. Andere Hunde und Haustiere akzeptiert er nicht so schnell. Mit etwas Geduld und einer ruhigen Hand kann eine Annäherung dennoch gelingen.


Lebenserwartung

Der Shar-Pei hat als Hunderasse eine recht breite Spanne, was die Lebenserwartung angeht. Die Angaben reichen von acht Jahren bis hin zu zwölf oder auch 14 Jahren. Wie bei allen Hunderassen kommt es auch hier darauf an, wie gesund der Hund ist. Geht es um die Lebenserwartung, können Sie hier auch noch einiges tun:

  • Bewegung: Der Shar-Pei liebt Bewegung, möchte aber selbst entscheiden, in welche Richtung es geht. Er ist kein Typ, der sich beim Hundesport verausgabt. Stattdessen läuft er gerne durch die Natur. Ermöglichen Sie ihm ausreichend Bewegung, damit er gesund bleibt.

  • Ernährung: Leider ist die Hunderasse nicht ganz so einfach, was die Ernährung angeht. Es treten häufiger Allergien auf. Als Halter können Sie auf Anzeichen achten, wie Ausschläge oder auch Durchfall. Passen Sie die Ernährung genau an die Bedürfnisse des Hundes an.

  • Zucht: Auch wenn die faltige Haut bei einem Shar-Pei natürlich sehr niedlich aussieht, sollte sie kein Grund für den Kauf sein. Ein seriöser Züchter achtet darauf, dass seine Hunde groß und schmal gebaut sind, nicht bullig wirken und vor allem, dass ihre Augen frei liegen. Sie als Halter und Interessent können zudem darauf achten, ausschließlich bei einem seriösen Züchter zu kaufen.       

Wussten Sie schon?

Der Shar-Pei hat nach rund 12 Monaten seine vollständige Größe erreicht.


Ernährung

Der Shar-Pei gehört zu den Hunderassen, die häufiger unter einer Futtermittelallergie leiden. Das finden Sie aber nur heraus, wenn Sie unterschiedliches Futter ausprobieren. Geeignet ist Alleinfutter in Form von Trocken- oder Feuchtfutter. Das Futter sollte möglichst wenige Inhaltsstoffe vorweisen. Das bedeutet, dass nicht mehr als fünf bis acht Inhaltsstoffe vorhanden sein sollten.

Zudem sollten diese Inhaltsstoffe nachvollziehbar deklariert sein und vor allem nachvollziehbar sind. So lässt sich leichter ein Ausschlussverfahren durchführen, wenn sich Allergie-Anzeichen zeigen.

Das Barfen ist mit dem Shar-Pei normalerweise gut möglich. Allerdings sollten Sie hier Schritt für Schritt vorgehen und sich vorher durch einen erfahrenen Tierarzt beraten lassen. Der Tierarzt kann Sie bei der Erstellung des passenden Speiseplans unterstützen und Sie darüber aufklären, mit welchen notwendigen Nährstoffen der Hund versorgt werden muss.

Haltung & Platzbedarf

Inwieweit der Shar-Pei für die Stadt geeignet ist, lässt sich nicht so leicht sagen. Hier kommt es auf den Hund selbst an und auch auf dessen Erziehung. Grundsätzlich ist es aber empfehlenswert, ein Haus mit Garten zu haben, wenn Sie diese Hunderasse halten möchten. Der Shar-Pei liebt sein eigenes Grundstück.

Er geht gerne spazieren. Begegnet er dabei aber anderen Hunden, kann es zum Streit kommen. Eine frühe Sozialisierung kann dem jedoch entgegenwirken.

Umfangreiche Reisen sind für den Shar-Pei eher Stress als Freude. Er ist kein Hund, der gerne den Platz wechselt. Möchten Sie dennoch mit dem Hund verreisen, sollten Sie ihn langsam an die Autobox und die Fahrten gewöhnen.

Harmonie

Sie werden dann ein harmonisches Zusammenleben mit dem Shar-Pei haben, wenn Sie ihn verstehen. Der Hund ist sehr ruhig und verlässlich, wenn er sich akzeptiert fühlt. Er braucht keine Machtspiele, sondern einen Halter oder eine Halterin, dem oder der er vertrauen kann.

Das heißt aber auch, dass Sie von Anfang an mit viel Geduld an die Erziehung herangehen sollten. Kinder im Haus sind zwar nicht unbedingt ein Problem, aber auch nicht die liebsten Begleiter des Hundes. Gleiches gilt für Haustiere.

Als Einmann-Hund weiß es der Shar-Pei zu schätzen, wenn er sich nur an einem Halter oder einer Halterin orientieren muss. Dann folgt er auch bereitwillig den Angaben und Kommandos.

Zeitaufwand

Der Shar-Pei ist weniger ein Haustier und mehr ein Partner fürs Leben. Er ist der perfekte Begleiter und Aufpasser und bleibt daher nicht gerne allein. Lieber ist es ihm, wenn er überall dabei sein darf. Er braucht keinen umfangreichen Hundesport, allerdings nutzt er gerne lange Spaziergänge, um sich zu bewegen. Daher sollten Sie für den Shar-Pei täglich rund 4 bis 5 Stunden einplanen.

Erziehung

Die Erziehung eines Shar-Pei kann zu einer echten Herausforderung werden, da sich der Hund nicht wirklich erziehen lässt. Wenn er eine Vertrauensbasis zu seinem Halter oder seiner Halterin hat, dann hört er auch auf Kommandos. Allerdings hat der Shar-Pei seinen eigenen Willen.

Die Vermittlung der Grundkommandos sollte ganz klassisch erfolgen. Ein Besuch in der Hundeschule ist hier sicher hilfreich. Das gilt auch für die Zusammenführung mit anderen Hunden.

Man muss mit dieser Hunderasse nicht am Hundesport teilnehmen. Was zwar gut gemeint ist, ist für den Shar-Pei eher langweilig und keine Herausforderung. Er möchte auch keine Dummys suchen, sondern lieber an der Seite seines Menschen den Tag erleben. Auch für Späße ist er eher weniger zu haben. Das sollten Sie respektieren.

Pflege

Durch sein kurzes Fell und die fehlende Unterwolle ist die Fellpflege des Shar-Pei eher überschaubar und kostet nicht viel Zeit. Sie können mit der Bürste durchgehen und regelmäßig schauen, ob ein Zeckenbefall vorliegt.

Jedoch sollten Sie vor allem regelmäßig die Hautfalten im Gesicht prüfen. Normalerweise stellen sie kein Problem dar. Sind sie jedoch besonders ausgeprägt, können sich darunter feuchte Stellen und Entzündungen bilden. Schauen Sie daher nach, dass die Haut keine Entzündungen aufweist. Sollten diese dennoch entstehen, ist eine Behandlung mit einer speziellen Salbe notwendig.

Gesundheit

Besonders weit verbreitet bei dieser Hunderasse ist die Idiopathische Muzinose. Es handelt sich um eine Erbkrankheit, die einen Enzymdefekt hervorruft. An den Beinen und am Kopf können sich Blasen mit Schleim und Eiter bilden. Die Haut schwillt an und wird brüchig. Es kommt zu einem starken Juckreiz und Infektionen über die offenen Stellen auf der Haut.

Zudem leiden die Hunde häufig unter Haarausfall. Spezielle Medikamente für diese Erbkrankheit können Sie beim Tierarzt erhalten. Die faltige Haut kann zudem Augenerkrankungen hervorrufen. Bei einer Qualzucht sind die Augen durch die Falten stark verdeckt und fangen an zu tränen.


Wichtig!

Gehen Sie regelmäßig zur Kontrolle zum Tierarzt. Dieser kann sich die Haut unter den Falten ansehen und prüfen, inwieweit eine mögliche Erkrankung vorliegt.


Kostenpunkt

Bei den Kosten für einen Shar-Pei ist der Preis für einen gesunden Welpen zu berücksichtigen. Dieser liegt in einem vierstelligen Bereich. Dazu kommen noch rund 100 Euro für einen Schlafplatz sowie Leine und Halsband.

Die regelmäßigen Kosten beinhalten vor allem das Futter sowie die Versicherungen. Wir empfehlen eine Krankenversicherung für den Hund abzuschließen. Diese greift auch bei sehr kostenintensiven Behandlungen. Die Kosten für das Futter liegen bei rund 80 Euro im Monat. Leidet Ihr Hund unter einer Futtermittelallergie, kann es teurer werden.

Welche Überlegungen sind vonnöten, wenn ich mir diese Rasse zulege?

Mit dem Shar-Pei gewinnen Sie einen treuen Partner an Ihrer Seite, das kostet allerdings Zeit. Sie brauchen ein sehr gutes Verhältnis zu Ihrem Hund und sollten sich bewusst machen, dass dieser selbstbewusst und stolz ist. Er legt keinen großen Wert auf umfangreiche Unterhaltung. Stattdessen möchte er gerne in Ruhe mit seinem Menschen leben. Als Familienhund ist er daher nur bedingt geeignet.

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