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Hundewindeln

Hunde können ebenso wie Menschen unter Inkontinenz leiden. Das äußert sich vor allem darin, dass unkontrolliert Urin oder auch Kot abgesetzt wird. Die Tiere können nichts dafür, deshalb wurden spezielle Hundewindeln entwickelt. Sie sorgen dafür, dass es der Hundebesitzer etwas leichter bei der Reinigung hat.

Inkontinenz kann in jedem Alter auftreten. Besonders bei Blasenentzündungen oder Operationen der Geschlechtsorgane kann der Urin nicht mehr gehalten werden. Bei alten Hunden kann es auch zum Dauerzustand werden, da oftmals die Muskelstränge ausgeleiert sind. In vielen Fällen handelt es sich aber nur um kurzzeitige Krankheitsbilder, die mit Medikamenten gut in den Griff zu bekommen sind.

Wann benötigen Hunde eine Hundewindel?

Auch Hunde fühlen sich nicht wohl, wenn sie unkontrolliert Urin abgeben. Meistens geschieht es unbewusst beim Schlafen. Anschließend liegen sie auf einem nassen Untergrund. Da kann eine Hundewindel Abhilfe schaffen.

Alte Hunde schaffen es oftmals nicht mehr bis nach draußen, um ihr Geschäft zu erledigen. Dann hinterlassen sie eine wahre Tröpfelspur auf dem Fußboden. Für die Hundebesitzer ist das ebenfalls nicht schön, wenn sich der Urin im Teppich oder auf dem Parkett verteilt.

Bei unkastrierten Hündinnen kommt noch hinzu, dass sie läufig werden. Die Regelblutung kann bis zu zehn Tagen dauern und nicht alle Hunde säubern sich während der Läufigkeit selbst durch Ablecken. Damit die Blutflecken nicht auf dem Boden landen, kann eine Hundewindel ebenfalls hilfreich sein.

Letztendlich entscheidet der Besitzer, ob er es für nötig hält. Zwingend notwendig ist eine Hundewindel nicht, da sie nicht zur Heilung beiträgt. Eine Windel für Hunde ist auf keinen Fall dafür gedacht, wenn der Hund nicht stubenrein ist. Da sollte eher an der Erziehung gearbeitet werden.

Welche Arten von Hundewindeln gibt es?

Da die Anatomie von Rüden und Hündinnen unterschiedlich ist, gibt es zwei verschiedene Arten von Hundewindeln:

  • Hundewindeln für Hündinnen: Die Scheide und der Darmausgang sitzt bei den Hündinnen direkt unter der Schwanzwurzel. Daher sind Hundewindeln speziell für Hündinnen wie eine Unterhose mit einer Öffnung für die Rute konzipiert. Die Windel besteht aus elastischem Gewebe, sodass sie eng anliegt. Spezielle Einsätze verstärken den Bereich, aus denen Blut, Kot oder Urin austreten könnten.

  • Hundewindeln für Rüden: Bei Rüden ist die Anatomie etwas komplizierter. Der Penis befindet sich unterhalb des Bauches. Um den Urin abzufangen, ist eine Rüdenwindel eher wie eine Rüdenbinde. Am Unterbauch wird eine Art Schal mit Verstärkung angebracht, der auf dem Rücken gebunden wird. Diese Art schützt allerdings nur vor Urin und nicht vor unkontrolliertem Kot-Absatz. Leidet der Rüde auch oder überwiegend an einer Kot-Inkontinenz, muss er zwingend eine Hundewindel für Hündinnen tragen.

Beide Varianten können als Einweg-Windeln oder als Mehrfach-Windeln erworben werden. Bei einem kurzzeitigen Einsatz können die Einwegwindeln benutzt werden, auch wenn es natürlich umweltschädlicher ist. Mehrfach-Windeln bestehen überwiegend aus Stoffen, die nach dem Gebrauch in der Waschmaschine gereinigt werden können.

Aus welchen Materialien bestehen Hundewindeln?

Damit es für den Hund angenehm ist, sollten die Materialien weich sein. Daher bestehen vor allem die Mehrfach-Windeln aus Baumwollstoffen. Viele Modelle haben zusätzlich noch eine wasserdichte Stoffschicht im Außenbereich vernäht. Dadurch gelangt keine Körperflüssigkeit nach außen, auch wenn die Windel eine längere Zeit getragen wird.

Weiterhin sollte solch eine Windel angenehm zu tragen sein. Bestehen die Stoffe aus einem hohen Kunststoffanteil, könnten sie bei Bewegung rascheln. Vielen Hunden fällt es dann schwer, sich mit Windeln normal zu bewegen. Damit die Hundehaut nicht in Mitleidenschaft gezogen wird, sollte Wert auf eine hohe Atmungsaktivität der Stoffe gelegt werden.

Die Verarbeitung der Stoffe muss zwingend stabil gestaltet sein. Einige Hunde werden vor allem in der Anfangszeit nicht glücklich über eine Windel sein und versuchen, diese zu entfernen. Dabei werden sie auch ihre Zähne einsetzen.

 

Wonach richtet sich die Größe der Hundewindeln?

Wichtig ist vor allem das korrekte Ausmessen vom Bauchumfang des Hundes. Das gilt sowohl für Rüden als auch für Hündinnen. Kurz vor den Hinterbeinen sollte der Umfang gemessen werden. Das ist die Stelle, an der die Windeln geschlossen werden.

Viele Modelle bestehen zudem aus elastischem Material, sodass viele Umfanggrößen abgefangen werden können. Einige Produkte sind außerdem mit Klettverschlüssen ausgestattet, die etwas versetzt zu schließen sind.

Zudem sollte eine Hundewindel nicht am Oberschenkel des Hundes einschneiden. Wird die Windel zu stramm gewickelt, wird sich der Hund unwohl fühlen und womöglich nicht mehr laufen. Es sollten auch keine Scheuerstellen auf der Haut auftreten.

Wie werden Hundewindeln dem Tier angezogen?

Bei Rüden gestaltet sich das Anziehen der Binde sehr einfach. Wie ein Gürtel wird die Rüdenwindel um den Bauch gebunden und am Rücken verknotet. Wichtig ist dabei nur der korrekte Sitz über dem Penis.

Bei Hündinnen sollte zuerst die Rute durch das dazugehörige Loch der Windel gezogen werden. Die weitere Vorgehensweise hängt vom Produkt ab. Viele Windeln für Hündinnen haben auch separate Löcher für die Hinterbeine. Der Besitzer muss dem Hund dabei helfen, die Beine dort durchzustecken. Die Enden der Windel werden entweder seitlich vom Hund oder auf dem Rücken verschlossen.

Wie oft sollten die Hundewindeln gewechselt werden?

Grundsätzlich sind die Hundeschutzhosen so ausgestattet, dass saugfähige Windeleinlagen eingelegt werden können. Aber die Saugfähigkeit ist nicht unendlich. Daher müssen die Windeln regelmäßig gewechselt werden. Wie bei Babywindeln auch, wird zwar die Feuchtigkeit von der Haut bzw. Fell weggeleitet, aber auch Hunde können von der Nässe wund werden.

Das Problem ist, dass Hundebesitzer nicht immer mitbekommen, wenn der Hund in die Windeln gemacht hat. Vor allem, wenn der Vierbeiner lediglich tröpfelt, sollte nach einigen Stunden zumindest die Windeleinlage ausgetauscht werden.

Bei Hunden, die nur nachts oder bei längerer Abwesenheit des Besitzers inkontinent sind, ist es relativ einfach. Morgens, oder wenn der Besitzer zurück ist, sollte die Windel gewechselt werden.

Was tun, wenn der Hund die Windeln nicht akzeptiert?

Ist der Hund außer der Inkontinenz gesund, kann es passieren, dass er Windeln nicht gerne am Körper haben möchte. Immerhin handelt es sich um einen ungewöhnlichen Fremdkörper, der ihm das Gehen erschwert.

Der Besitzer sollte seinen Hund nicht überraschen und ihm die Hundewindel einfach anziehen. Dann wird mit Sicherheit eine Abwehrreaktion erfolgen. Am besten gelingt es, wenn das Anziehen der Windel als Trickübung gestaltet wird. Als Belohnung sollten daher viele Leckerchen bereit liegen. Jeder kleine Fortschritt wird dem Hund also mit einem guten Futterstücke schmackhaft gemacht.

Hat der Vierbeiner die Hundewindel erst einmal an, sollte er nicht sofort allein gelassen werden. Womöglich würde er sonst versuchen, mit seiner Schnauze das lästige Teil auszuziehen. Besser ist es, wenn der Hundebesitzer kurz nach der Anprobe mit seinem Hund Gassi geht. Das wird ihn ablenken und den Fremdkörper schnell vergessen lassen.

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