Taurin – Lebenswichtig für Katzen!

In Verbindung mit der Fütterung von Katzen taucht öfters der Begriff Taurin auf. Tatsächlich können Katzen an Taurinmangel leiden, da es den Tieren nicht möglich ist, den körpereigenen Stoff in ausreichender Menge selbst herzustellen.

Ihre Katze benötigt Taurin, um ihre Vitalfunktionen aufrechtzuerhalten. Die Tiere nehmen Taurin zwar mit dem Katzenfutter auf, bei verarbeitetem Futter wird jedoch ein Großteil davon bakteriell abgebaut und steht der Katze somit nicht mehr zur Verfügung. Im Folgenden erfahren Sie, was Taurin eigentlich ist und wie Sie eine ausreichende Taurin-Versorgung bei Ihrem Stubentiger sicherstellen können.


Inhaltsverzeichnis


Was ist Taurin?

Taurin ist eine Aminosäure. Menschen wie auch Tiere stellen den Stoff im Körper her. Während der Hund und die meisten anderen Tiere ausreichend Taurin aus anderen Aminosäuren gewinnen können, ist die Katze auf die Zufütterung von Taurin angewiesen.
Dies mag seltsam erscheinen, da eine Katze ja auch in der Natur ohne Zufütterung von Taurin durch den Besitzer überleben muss. Der Grund für die benötigte Zufütterung von Taurin bei unseren Stubentigern liegt darin, dass Taurin aus verarbeiteter Nahrung (z.B. erhitzt oder auch tiefgefroren) für Katzen nicht mehr vollständig nutzbar ist.

Auf Nass- und Trockenfutter werden Sie häufig den Vermerk „enthält Taurin“ entdecken. Es ist jedoch nicht immer einfach zu beurteilen, ob die zugesetzte Menge ausreichend ist. Wenn es sich um ein „Alleinfutter für Katzen“ handelt, sollte der Taurinanteil ausreichend sein – so ist es zumindest vorgeschrieben.

Für ein „Ergänzungsfutter“ gibt es keine rechtsverbindlichen Vorschriften. Daher ist hier Vorsicht geboten. Wenn Sie das Futter für Ihre Katze selbst zubereiten oder sich für das Barfen, die Rohfütterung, entschieden haben, müssen Sie Taurin in jedem Fall zufüttern, denn der Stoff ist für die Katze essenziell.

Woraus wird Taurin gewonnen und wo ist es enthalten?

Wenn Sie der Bezeichnung auf den Grund gehen, stoßen Sie auf den lateinischen Begriff „Taurin“, zu Deutsch „Stiergalle“. Dies lässt sich auf die Entdeckung von Taurin zurückführen. Im Jahre 1827 wurde Taurin erstmals der Gallenblase von Rindern entnommen. Heute handelt es sich bei dem Taurinpulver jedoch um einen synthetisch gewonnenen Stoff.

Als natürliche Taurinquellen können genannt werden:

  • Eier
  • Fleisch
  • Fisch
  • Innereien
  • Milch
  • Meerestiere

Übrigens handelt es sich bei der Kaktusfeige um die einzige Pflanze, aus der Taurin isoliert werden konnte, ansonsten kommt der Stoff nur im menschlichen und tierischen Organismus vor.


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Warum benötigen Katzen Taurin in ihrem Futter?

Katzen benötigen ausreichend Taurin für einen funktionierenden Stoffwechsel. Die Aminosäure nimmt Einfluss auf die Gehirnentwicklung, das Immunsystem, den Zellschutz und die Funktionsweise von Herz und Augen.

Taurin benötigen Katzen primär für die Aufrechterhaltung der Herzfunktion, eine intakte Netzhaut und die Unterstützung der Fruchtbarkeit. Bekommt Ihr Vierbeiner ausschließlich Hundefutter oder die Reste vom Familientisch, sind Mangelerscheinungen vorprogrammiert.

Dazu zählen neben einer Verkrümmung der Netzhaut bis hin zur Erblindung auch die Neigung zur Kardiomyopathie, der häufigsten Herzerkrankung bei Katzen. Ist die Katze trächtig, endet die Trächtigkeit bei einem Taurinmangel oftmals mit einer Fehl- oder Totgeburt. Sollte die Katze dennoch Junge zur Welt bringen, überleben diese in der Regel die ersten Lebenswochen nicht.

Die Forschungsarbeit zu Taurin ist jedoch immer noch nicht abgeschlossen. Aktuell wird die Bedeutung des Stoffes in Bezug auf den Cholesterin- oder Blutzuckerspiegel untersucht.

Welche Menge an Taurin benötigt eine Katze?

Darauf kann keine pauschale Antwort gefunden werden. Grundsätzlich ist die benötigte Taurinmenge von Alter, Gewicht und Gesundheitsstatus des Tieres sowie auch von der Art des Futters abhängig. Der durchschnittliche Taurin-Bedarf liegt bei Katzen somit gewichtsabhängig bei 200 bis 500 Milligramm täglich.

Der Taurinbedarf steigt in Ausnahmesituationen wie der Trächtigkeit und Stillzeit. Auch bei Katzenwelpen und Katzen-Senioren besteht ein erhöhter Bedarf.

Wie hoch ist der Tauringehalt im Katzenfutter?

Nicht jedem Katzenfutter ist Taurin zugesetzt. Hier können Ihnen nur die Angaben auf der Verpackung weiterhelfen. Ideal wäre, wenn der Tauringehalt des Katzenfutters als Analysewert in Prozent angegeben ist.

Bei einem Trockenfutter sollte dieser dann bei mindesten 0,1% liegen, bei einem Feuchtfutter bei etwa 0,05%. Da nur wenige Hersteller den exakten Tauringehalt nennen, können Sie alternativ auf die Liste der Zusatzstoffe achten. Typische Werte sind hier etwa 1000mg Taurin/kg bei Trockenfutter bzw. 400mg Taurin/kg bei Nassfutter. Sind die Werte höher, schadet dies nicht!

Füttern Sie Katzenfutter, BARF oder selbstgekochtes Futter ohne Taurin geben Sie Ihrer Katze am besten je Kilogramm Körpergewicht circa 50 Milligramm Taurin pro Tag. 

Was sind die Symptome bei Taurinmangel bei der Katze?

Einen Mangel an Taurin werden Sie nicht sofort bemerken. Es ist daher besonders wichtig darauf zu achten, dass das Katzenfutter Ihrer Wahl ausreichend Taurin enthält.

Schwächelt Ihre Katze allgemein und ist anfällig für verschiedene Krankheiten, sollte ein Taurinmangel nicht ausgeschlossen werden. Auch kann eine nervöse Reizbarkeit Ihrer Katze ein Zeichen für einen Taurinmangel sein.

Anhand dieser Symptome kann auf einen Mangel an Taurin geschlossen werden:

  • Störungen des Immunsystems
  • Retinadegeneration der Netzhaut, Erblindung
  • Einschränkung der Fortpflanzungsfähigkeit, Fehlgeburt
  • Entwicklungsstörungen bei jungen Katzen
  • Herzinsuffizienz

Kann eine Katze eine Überdosis an Taurin bekommen und was passiert dann?

Eine Überdosierung von Taurin im Katzenfutter lässt sich praktisch ausschließen. Die Hauptnahrungsquelle freilaufender Katzen sind Mäuse. Dabei nehmen die Tiere große Mengen an Taurin zu sich. Die Katze scheidet überschüssiges Taurin über die Leber aus. Füttern Sie Taurinpulver oder andere Supplemente, achten Sie auf die Angaben der Hersteller.

Gibt es verschiedene Arten von Taurin für Katzen?

Möchten Sie die Ernährung Ihrer Katze durch Taurin-Präparate ergänzen, stehen Ihnen verschiedene Darreichungsformen zur Verfügung.

  • Taurin in Pulverform: Die Verabreichung von Taurin-Pulver ist unkompliziert. Sie können das Pulver einfach unter das Nassfutter oder unter das angefeuchtete Trockenfutter mischen. Achten Sie beim Kauf auf reines Pulver ohne andere Zusätze.

  • Taurin-Tabletten: Während Sie die Dosierung bei reinem Pulver selbst übernehmen müssen, wird es Ihnen hier leichter gemacht. Die Tabletten werden der Packung entnommen und vor Gebrauch zerteilt. Auch bei dieser Darreichungsform können unerwünschte Zusatzstoffe enthalten sein.

  • Taurin als Paste: Taurin-Paste wird in Tuben angeboten. Die Anwendung ist denkbar einfach. Sie drücken die gewünschte Menge direkt aus der Tube und mischen die Paste in das Futter.

  • Taurin als Tropfen: Taurin in flüssiger Form erleichtert Ihnen den Gebrauch. Die Tropfen können über das Futter oder ins Trinkwasser gegeben werden. Die Dosierung müssen Sie in diesem Fall auch selbstständig übernehmen.

Worauf sollte beim Kauf von Taurin für die Katze noch geachtet werden?

Damit Sie ein hochwertiges Produkt erwerben und die Nahrung Ihres Lieblings durch diese wichtige Aminosäure aufwerten, sollten Sie beim Kauf von Taurin für Katzen einiges beachten:

Wahl der Darreichungsform
Die verschiedenen Darreichungsformen haben wir Ihnen bereits vorgestellt. Ganz gleich, für welches Produkt Sie sich entscheiden, die Taurin-Wirkung wird dadurch nicht beeinflusst. Ein Kaufkriterium ist die Dosierbarkeit. Während Pulver, Paste und Tropfen von Ihnen selbstständig dosiert werden müssen, enthalten Taurin-Tabletten bereits die entsprechende Dosis an Taurin.

Auch die Akzeptanz der Katze ist natürlich ein Kriterium, denn nicht jede Katze frisst ihr Futter noch, wenn Pulver, Pasten oder Tabletten untergemischt werden.

Reinheitsgrad des Produktes

Auf die Produktreinheit sollten Sie großen Wert legen. Bei einigen Herstellern ist von einem Reinheitsgrad von 100 Prozent zu lesen. Dies scheint etwas übertrieben, gibt Ihnen aber immerhin Gewissheit, dass sich keine unerwünschten Zusatzstoffe eingeschlichen haben.

Ein vollkommen reines Taurin kann nicht gewonnen werden, daher wäre ein Reinheitsgrad von 99 Prozent die treffendere Angabe.

Vorhandene Zusatzstoffe

Wie bereits erwähnt, sollten Sie die Produktreinheit anstreben. Dies heißt jedoch nicht, dass nur kein Zucker oder keine Magnesiumstearate enthalten sein sollen. Oftmals sind auch Vitamine oder Mineralien zugesetzt.
Gerade wenn das Taurin nicht speziell für Katzen angeboten wird, sollten Sie unbedingt vermeiden, Produkte mit zusätzlichen Vitaminen oder Mineralstoffen zu verwenden. Je nach Präparat können die Mengen bestimmter Vitamine z.B. auch schädlich für die Katze sein.

Geht es Ihnen ausschließlich um die Versorgung mit Taurin, ist ein reines Produkt die beste Wahl. Im Idealfall greifen Sie zu einem Produkt speziell für Katzen.

Alter und Zustand der Katze

Bei gesunden und aktiven Tieren ist der Bedarf an Taurin für Katzen in der Regel geringer und kann meist durch den Taurin-Anteil in herkömmlichem Katzenfutter mit hohem Fleischanteil abgedeckt werden. Kranke und ältere Tiere besitzen einen höheren Bedarf an Taurin. Gleiches trifft auf trächtige und stillende Katzen zu.

Sollte ich beim Barfen der Katze noch Taurin hinzufügen?

Haben Sie sich entschlossen, Ihren Stubentiger zu barfen, machen Sie von der natürlichsten Form der Katzen-Ernährung Gebrauch. Sie füttern ausschließlich rohes Fleisch und geben die notwendigen Vitamine und Mineralstoffe hinzu. Bevor Sie Ihre Katze barfen, sollten Sie sich intensiver mit dieser Ernährungsform befassen und sich ggf. von einem Tierarzt beraten lassen.

Ob und wie viel Taurin Sie zufüttern müssen, ist nicht nur von der Zusammenstellung der Ernährung abhängig. Füttern Sie meist Huhn, Pute und anderes helles Fleisch, bekommt ihre Katze allein schon aufgrund der gewählten Rohstoffe nur wenig Taurin über die Ernährung.

Auch tiefgefrorenes Fleisch kann problematisch sein. Die genauen Hintergründe sind jedoch noch nicht bekannt. Doch auf unbekannte Weise führt jede Verarbeitung von Fleisch – egal ob einfrieren oder kochen - dazu, dass Taurin im Darm der Katze bakteriell abgebaut wird und der Katze somit nicht mehr zur Verfügung steht.

Der Tauringehalt von dunklem Fleisch fällt höher aus. Die regelmäßige Fütterung mit frischem, rohem Fleisch stellt in der Regel eine gute Versorgung mit Taurin sicher, sofern das Fleisch nicht zwischendurch in der Gefriertruhe oder im Kochtopf gelandet ist.

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