Burma Katze

Die Burma Katze ist seit 600 Jahren bekannt und galt in den Tempeln Asiens als heilig. Die geselligen Tiere können sich gut anpassen und sind daher unkomplizierte Familienkatzen. Mit Intelligenz und Witz können die Tiere das Familienleben bereichern. So heckt die Burma Katze gern Streiche aus, die nicht nur Kinder zum Lachen bringen. Das Fell der Tiere bleibt schön und glänzend, wenn Sie es mit einem Wildledertuch abreiben. 

Steckbrief Burma Katze

  • Rasse: Burma
  • Herkunft: Myanmar (Birma bzw. Burma)
  • Gewicht: Katze: 4 bis 4,5 kg, Kater: 5 bis 6 kg
  • Größe: mittelgroß
  • Alter: 15 bis 18 Jahre
  • Charakter: verspielt, menschenbezogen, neugierig, temperamentvoll, anhänglich
  • Fell: kurz, fein, seidig, Farben: Blau, Chocolate, Rot, Creme, Lilac, Tortie – Smoke und Ticking sind nicht erlaubt
  • Pflege: gering
  • Bewegungsdrang: mittel
  • Besonderheiten: gesprächige Rasse, besonders menschenbezogen, bleibt nicht gern allein

Inhaltsverzeichnis


Herkunft

Burma Katzen sind seit über 600 Jahren bekannt. Die Tiere kamen ursprünglich nicht nur in Myanmar, sondern im gesamten südostasiatischen Raum vor. Die Katzen galten als heilig und sollen in buddhistischen Tempeln gehalten worden sein.

Schlagen wir das „Buch der Katzengedichte“, welches im 14. bis 18. Jahrhundert in Thailand verfasst wurde, auf, ist dort eine Katze mit perfekter Gestalt beschrieben. So soll das Licht der Augen wie ein Lichtstrahl erscheinen. Als Mutter der modernen Burma Katze kann Wong Mau angesehen werden. Die braune Katzendame gelangte auf abenteuerlichen Wegen im Jahre 1930 in die USA. Dort verpaarten sie Züchter mit einem Siamkater der Zeichnung Seal-Point.

Die Kätzchen glichen in ihrer Optik stark der Siamkatze. Um das Gen für die Braunfärbung der Burma zu isolieren, wurden die Nachkommen rückgekreuzt. Beinahe alle heutigen Burmesen entstammen diesem Grundstock. Die Kurzhaarkatzen wurden in den USA im Jahre 1936 offiziell anerkannt. Diese Anerkennung wurde fünf Jahre später zurückgezogen, da unter den Katzenzüchtern Uneinigkeit in Bezug auf den Grad der Kreuzung mit der Siam herrschte.

Mitte der 1950er Jahre wurde die Rasse langsam wieder aufgebaut. Viele Jahre wurde nur die braune Fellfarbe anerkannt. 1947 wurden die ersten Burma Katzen nach England ausgeführt. Ab diesem Zeitpunkt wurden auch verschiedene Fellfarben gezüchtet.

Die britischen Verbände bevorzugten schlankere Katzen, die sich näher an der Siamkatze anlehnen. So konnten sich mit der Amerikanischen und der Europäischen Burma zwei unterschiedliche Arten etablieren. Die Burma Katze erfreut sich großer Beliebtheit und belegt auf Ausstellungen regelmäßig vordere Plätze. Die Züchter der Rasse konzentrieren sich in Großbritannien, Australien und Neuseeland.

Aussehen

Die Burma ist bekannt als schokoladenbraune Katze mit ausdrucksstarken gelben bis grünen Augen. Diese Beschreibung ist nur auf die klassische Varietät der Burma zutreffend. Mittlerweile werden die Katzen in vielen unterschiedlichen Farben gezüchtet. Allen Burmesen gemein ist eine dunklere Gesichtsmaske, die sich vom übrigen Fell abhebt.  

Der Kopf ist keilförmig und wird von einer breiten Schnauze beherrscht. Bei der amerikanischen Variante der Burma Katze sind volle Wangen gern gesehen. Die Nase sollte einen deutlichen Stopp aufweisen. Die gelben oder goldfarbenen Augen stehen weit auseinander und sind groß und gerundet. Der typische intelligente Gesichtsausdruck der Burmesen wird durch die weit auseinanderstehenden und leicht nach vorn geneigten Ohren unterstrichen.

Die Beine weisen gute Proportionen auf, wobei die Hinterbeine etwas länger als die Vorderbeine erscheinen. Das Fell ist kurz, liegt eng an und verfügt über eine satinähnliche Textur. Die Pfoten sind gerundet und der gerade, mittellange Schwanz endet in einer runden Spitze.

Folgende Farben sind möglich:

  • Seal: Damit ist die ursprüngliche dunkelbraune Fellfärbung gemeint. Nase und Pfotenballen sind eingeschlossen.

  • Chocolate: Die Ballen besitzen eine zimt- bis schokobraune Färbung.

  • Blau: Diese Fellfarbe kann als Blaugrau mit einem leichten Zinn-Schimmer verstanden werden.

  • Lilac: Das Fell wirkt Taubengrau und schimmert leicht rosa. Nase und Ballen sind lavendelfarben.

  • Rot: Das Fell besitzt ein warmes Orange-Rot. Nase und Ballen sind rosafarben.

  • Creme: Der verdünnte rote Farbton erscheint als helles Beige. Nase und Ballen sind rosafarben.

Gut zu wissen!

„Eine Burma Katze in „Tortie“ ist dreifarbig. Die umgangssprachliche Bezeichnung lautet „Schildpatt“. Diese Färbung weist genetische Besonderheiten auf und kommt nur bei weiblichen Katzen vor.“

Anerkannt sind:

  • Seal-Tortie
  • Chocolate-Tortie
  • Blau-Tortie
  • Lilac-Tortie

In Neuseeland sind mit Apricot, Fawn, Caramel oder Cinnamon weitere Farbschläge erlaubt. 


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Charakter

Die Burmakatze ist ein wahres Temperamentsbündel und kann die Verwandtschaft zur Siamkatze nicht leugnen, obwohl es in Körperbau und Farbe deutliche Unterschiede gibt. Nicht ohne Grund wird die Burma gern als „Menschenkatze“ bezeichnet. Die Tiere gehen enge Bindungen zu ihrem Halter ein und bleiben ungern allein.

Dem Charme der Burma Katze werden Sie schnell erliegen. Ihre Kapriolen sorgen immer wieder für überraschte Gesichter und besonders Kinder sind Feuer und Flamme. Die Burmesen scheuen sich nicht, immer neue Streiche auszuhecken. Dies geschieht nicht selten auch gemeinsam mit anderen Haustieren.      

Lebenserwartung

Burma Katzen sind mit etwa einem Jahr ausgewachsen. Die Lebenserwartung ist vergleichsweise hoch und liegt bei 15 bis 18 Jahren. Einige Tiere werden deutlich älter. Wichtig für eine gute Gesundheit sind eine artgerechte Ernährung und möglichst viele Streicheleinheiten.

Inzucht ist ein Faktor, welcher die Lebenserwartung stark herabsetzen kann und daher dringend vermieden werden sollte.

Ernährung

Die Burma Katze selbst zeigt sich bei ihrer Ernährung nicht wählerisch. Sie sind lediglich als ‚Dosenöffner‘ gefragt. Eine hochwertige und artgerechte Fütterung ist die Basis für die Gesundheit Ihres Haustiers. Ihr Stubentiger profitiert von Katzenfutter mit einem hohen Fleischanteil. Dabei sprechen wir von reinem Muskelfleisch. Dies sollte auf den Verpackungen angegeben sein.


Wichtig!

„Oftmals wird der Fleischanteil durch „tierische Nebenerzeugnisse“ ergänzt. Dabei handelt es sich um Haut, Hörner, Borsten oder Fell und damit nicht um zum Verzehr geeignete Produkte, die einen Nährwert für die Burma Katze bieten.“

Bedenklich ist auch Katzennahrung mit Zucker und einem hohen Getreideanteil. Das Verdauungssystem der Burma Katze ist nicht auf dessen Verwertung ausgelegt. Daher können Verdauungsbeschwerden, Diabetes oder Erkrankungen von Blase und Niere die Folge sein.

Wenn Sie nach einer gesunden und vollwertigen Tiernahrung suchen, wird Barfen zum Thema. Diese Ernährungsmethode baut auf die ausschließliche Fütterung von rohem Fleisch und Innereien. Informieren Sie sich über diese Art der Fütterung und lassen sich ggf. von Ihrem Tierarzt einen Ernährungsplan aufstellen. Damit es nicht zu Mangelerscheinungen kommt, müssen einige Vitamine und Mineralien supplementiert werden.      

Haltung & Platzbedarf

Die Haltung der Burma Katze ist recht unkompliziert. Freigang ist nicht zwingend notwendig, wenn die Wohnung ausreichend Auslauf und Spielmöglichkeiten zu bieten hat. Die aktiven Tiere lieben Abwechslung und sollten körperlich wie geistig ausgelastet werden, damit sie sich rundum wohl fühlen.

Wenn Sie dem Stubentiger nicht ausreichend Beschäftigung anbieten, wird die Burma selbst erfinderisch und Sie müssen um Tapeten, Gardinen oder Zimmerpflanzen fürchten. Stellen Sie einen möglichst deckenhohen Kratzbaum mit vielfältigen Möglichkeiten zum Klettern und Verstecken auf.

In engen Wohnungen fühlen sich die Tiere nicht wohl. Dann sollte mindestens ein katzensicherer Balkon als zusätzlicher Auslauf zur Verfügung stehen. Wenn Sie Freilauf anbieten können, wird die Burma nicht „Nein“ sagen. Sorgen Sie für eine gute Umzäunung des Außenbereiches. Die Burmesen sind freundlich, unerschrocken und aufgeschlossen – leider auch gegenüber „Katzendieben“. 

Harmonie

Die einstige Glückskatze aus den Tempeln Burmas wird es verstehen, auch Ihr Haus mit Glück und Freude zu erfüllen. Die Tiere schließen sich ihren Haltern voll und ganz an und können sich gut in den Familienalltag einbringen.

Burmakatzen bleiben ungern allein und gehen lieber mit auf Reisen, anstatt zurückzubleiben. Dies beweist einmal mehr Miss Rigby. Die Burmesin lebt mit Frauchen auf einem Segelboot. Sie können die Reise des ungleichen Paares auf Instagram mitverfolgen.

Damit die aktiven Tiere rundum beschäftigt und ausgelastet sind, bietet sich die Anschaffung einer Zweitkatze an. Burmesen sind als Orientalen häufig eher dominant, weshalb sich eine Katze mit einem ruhigen und gefestigten Charakter besser anpassen kann, als eine Katze gleicher Rasse – ausgenommen, es handelt sich um Wurfgeschwister. Diese vertragen sich meist ein Leben lang.

Zeitaufwand

Die anhänglichen und menschenbezogenen Tiere brauchen den täglichen Kontakt zu ihrem Halter. Tägliche Streicheleinheiten sind ein Muss und auch die aktive Beschäftigung sollte nicht zu kurz kommen. Eine Burma Katze spielt bis ins hohe Alter und sollte entsprechend gefordert werden.

Die sensiblen Tiere vertragen es nicht, zu lange allein gelassen zu werden. Die Haltung als Familienkatze bringt den Vorteil, dass sich jedes Familienmitglied um den Vierbeiner kümmern kann. Im Single-Haushalt sollte nicht auf die Anschaffung einer Zweitkatze verzichtet werden.

Erziehung

Aufgrund ihrer aktiven und aufgeschlossenen Art wird die Erziehung der Burma Katze kein Problem darstellen. Die Burmesen lernen gern dazu und begreifen schnell, was Sie mit Ihren Erziehungsmaßnahmen bezwecken wollen.

Ob die Burma allerdings gehorcht, hängt nicht zuletzt davon ab, wie Sie bei der Katzen-Erziehung zu Werke gehen. Geduld heißt das Zauberwort. Erteilen Sie klar verständliche Kommandos und bleiben dabei stets liebevoll. Negative Verhaltensweisen gewöhnen Sie den Tieren am besten durch positive Verstärkung ab. Macht die Burma etwas richtig, wird sie gelobt. Fehlverhalten wird ignoriert, aber nicht getadelt.

Pflege

Das Fell der Burma Katze braucht keine spezielle Pflege. Hin und wieder sollte die Burma gebürstet werden. Dadurch behält das Fell seinen seidigen Glanz. Tägliches Bürsten wird während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst empfohlen. So lässt sich die Unterwolle besser entfernen. Die Katzen verschlucken weniger Haare und auch Teppich und Polstermöbel bleiben sauberer.

Gesundheit

Ein Blick in die Statistik verrät, dass die Burma Katze mit einem Durchschnittsalter von 17 Jahren zu den langlebigsten Katzenrassen zählt.

Ein weiteres Studien-Ergebnis zeigt, dass Burma Katzen wenig genetischer Spielraum eingeräumt werden kann. Die Katzen kennzeichnet also eine verhältnismäßig enge Verwandtschaft. In den USA sind daher auch Elterntiere der Rassen Tonkanese und Bombay zur Zucht zugelassen.

Die Gefahr einer unfreiwilligen Inzucht besteht aufgrund des geringen Genpools. Auch Erbkrankheiten können auftreten. Eine relativ häufig beobachtet Krankheit ist das kongenitale Vestibularsyndrom. Diese Erbkrankheit betrifft das Innenohr und löst Fehlbildungen des Gleichgewichtsorgans aus. Betroffene Tiere leiden unter Gleichgewichtsstörungen und können taub werden.

Auch ein vermehrtes Auftreten von Diabetes wird bei dieser Rasse beobachtet. Diabetes bei Katzen ist gut behandelbar, denn mit einer artgerechten Ernährung können Sie da gut gegensteuern. Bei dieser Katzenrasse bietet sich als Fütterungsmethode das Barfen an, da hier ausgeschlossen werden kann, dass die Nahrung Zucker enthält.

Beobachtet wird auch ein vermehrt auftretender Kaliummangel des Blutes. Die sogenannte Hypokalämie wird rezessiv vererbt. Sind beide Eltern veranlagt, sind auch die Jungtiere betroffen. Die Krankheit nimmt unterschiedlich schwere Verläufe.

Weniger bekannt ist die endokardiale Fibroelastose. Die Erkrankung betrifft nur Jungkatzen und äußert sich in einer Verdickung des Herzmuskels.            

Züchter

Ein seriöser Züchter ist besonders wichtig, wenn Sie die Anschaffung einer Burma Katze planen. Nur durch eine verantwortungsvolle und gut durchdachte Zucht lassen sich die beschriebenen Erbkrankheiten eindämmen.

Überzeugen Sie sich vor Ort von den Haltungsbedingungen und besichtigen Sie auch die Elterntiere. Seriöse Züchter werden Ihnen dies nicht verwehren. Die Kitten sollten nicht unter einem Alter von zwölf Wochen abgegeben werden. Zu diesem Zeitpunkt sind sie ausreichend sozialisiert, stubenrein und futterfest.

Bei Abgabe werden Ihnen der Impfausweis und entsprechende Gesundheitszeugnisse ausgehändigt.

Kostenpunkt

Für eine reinrassige Burma Katze aus verantwortungsbewusster Zucht zahlen Sie etwa 800 Euro. Bereits bevor das Kätzchen bei Ihnen einzieht, sollten Sie zum Geldbeutel greifen und für eine artgerechte Erstausstattung sorgen.

Diese sollte das Kätzchen bereits bei seinem Einzug vorfinden:

  • Katzenklo
  • Fressnäpfe
  • Katzenkörbchen
  • Kratzbaum
  • Spielzeug

Fortlaufende Kosten entstehen Ihnen durch die Ernährung der Stubentiger. Kitten benötigen monatlich Futter für etwa 40 Euro. Bei erwachsenen Katzen müssen Sie mit 60 bis 80 Euro rechnen.

Damit die Burma Katze gesund bleibt, ist eine regelmäßige Kontrolluntersuchung beim Tierarzt Pflicht. Dieser beurteilt den allgemeinen Gesundheitszustand Ihres Tieres und frischt den Impfstatus auf, wenn dies notwendig ist. Für eine allgemeine Untersuchung zahlen Sie um die 100 Euro. Bilden Sie aber auch ausreichend Rücklagen, um unvorhergesehene Untersuchungen, Behandlungen und Operationen bezahlen zu können.      

Welche Überlegungen sind vonnöten, wenn ich mir diese Rasse zulegen möchte?

Zieht eine Burma Katze bei Ihnen ein, wird Sie Ihre ganze Aufmerksamkeit fordern. Die Tiere binden sich stärker an den Menschen, als dies bei gewöhnlichen Hauskatzen der Fall ist. Sie sollten täglich Zeit zur Verfügung haben, die nur Ihrem Stubentiger gehört. Die Katzen bleiben ungern allein. Sind Sie berufstätig, ist die Anschaffung einer Zweitkatze ratsam.

Kann kein Freigang angeboten werden, sollte die Wohnung nicht zu klein sein und durch verschiedene katzengerechte Spiel- und Kletterelemente aufgewertet werden. Wohl fühlen sich die aktiven und aufgeschlossenen Tiere in Familien mit Kindern. Gegen Langeweile helfen tägliche Spiel- und Schmusestunden.

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