Colourpoint

Mit der Colorpoint Katze haben Sie eine Perser-Katze im Siam-Kostüm vor sich. Der Charme der Tiere ist unverkennbar. In unserem Rassekatzen-Porträt werden Sie feststellen, dass Sie es keinesfalls mit einer Schlafmütze unter den Vierbeinern zu tun bekommen. Colorpoint Katzen lieben ihre Menschen, ohne dabei aufdringlich zu erscheinen.

Dem gegenüber steht ein starker Wille, den die Samtpfoten nur zu gern durchzusetzen versuchen. 

Steckbrief

  • Rasse: Colourpoint/Himalayan/Himalaya
  • Herkunft: England
  • Gewicht: Katze bis 8 kg, Kater bis 10 kg
  • Größe: groß
  • Alter: 15 bis 18 Jahre (aus gesunder Zucht)
  • Charakter: menschenbezogen, anhänglich, treu, verspielt, verschmust, sprechfreudig
  • Fell und Farbe: langes Haarkleid mit Dichter Unterwolle; Seal Tortie, Seal Point, Blue Point
  • Pflege: aufwendig
  • Bewegungsdrang: moderat
  • Anerkannt von: FIFé, WCF, TICA, GCCF
  • Besonderheiten: Blaue Augen, Gesichtsmaske, je nach Züchtung sehr kurze Nase, sehr stämmiger Körperbau, eignet sich nicht als Einzelkatze

Inhaltsverzeichnis


Herkunft

Genau wie bei der Heiligen Birma, handelt es sich bei der Colourpoint oder Himalayan um eine Kreuzung aus Siamkatzen und Perserkatzen. Siamkatzen scheinen Züchter grundsätzlich zu faszinieren, denn diese sind auch die Stammeltern der Tonkanesen, einer Kurzhaar-Rasse.

Ebenfalls ähnlich wie bei der Birma-Katze, entstanden die ersten Züchtungsideen in den 1920er-Jahren, diesmal allerdings nicht in Frankreich, sondern in England. Hier gelang es Virginia Cobb und Clyde Keeler, erste Langhaarkatzen mit Point-Färbung zu züchten, denn dies war Ziel und Anspruch der beiden Engländer. Die erste Himalaya bzw. Colourpoint erblickte schließlich 1931 das Licht der Welt und wurde 1949 offiziell als Rasse anerkannt.

Schon gewusst? Im Gegensatz zur Heiligen Birma haben Himalaya-Katzen nicht zwangsläufig weiße Pfoten. Dafür sehen sie aber sowohl der Britisch Langhaar (nicht der BKH), und der ebenfalls sehr großen Ragdoll zum Verwechseln ähnlich.

Aussehen

Oftmals ist der Perserkatzen-Anteil der dominante Genpool bei der Colourpoint, was vor allem in der Optik deutlich wird. Das heißt, dass die Colourpoint einen relativ stämmigen Körperbau mit verhältnismäßig kurzen und kräftigen Beinen hat, der von einem buschigen Schwanz „abgerundet“ wird. Am auffälligsten ist bei ihnen jedoch der Kopf mit der meist leider viel zu kurzen Nase, die der Colourpoint einen ebenso grimmigen Gesichtsausdruck verleiht wie der Perserkatze.

Dieser Gesichtsausdruck wird von der charakteristischen Point-Färbung noch hervorgehoben.

Das Fell ist lang und besitzt viel Unterwolle und kommt in den drei Färbungen Seal Tortie, Seal Point und Blue Point vor. Wie bei allen Point-Katzen sind diese dunklen Stellen vor allem im Gesicht, an den Ohren, den Beinen und dem Schwanz herausgebildet.

Ein weiteres Merkmal sind die großen runden und immer blauen Augen, die von einem tiefen Saphirblau bis hin zu einem leuchtenden Aquamarinblau reichen können.


Wissenswert!

Die blauen Augen sind das Resultat einer genetischen Mutation, des sogenannten partiellen Albinismus bzw. Akromelanismus. Dieser Defekt ist darüber hinaus für die charakteristische Point-Färbung verantwortlich.


Charakter

Genau wie die Birma, ist die Colourpoint eine sehr anhänglich und verschmuste Katzenrasse. Hinzu kommt, dass sich durch die Verpaarung von Perserkatze und Siamkatze zwei völlig verschiedene Charaktere vereinen – zum einen das lebhafte Temperament der Siam und zum anderen das ruhigere Wesen der Perser.

Je nachdem, welcher Anteil dominant ist, haben Sie mit der Colourpoint also entweder eine entspannte Mitbewohnerin oder aber eine kleine Quasselstrippe mit ihrem eigenen Kopf.

Generell gilt sie aber als sehr verschmuste und menschenbezogene Rasse, die die Nähe ihrer Bezugsperson sucht. Allerdings sollten Sie sich bei der Colourpoint nicht über regelmäßig auftretende Zoomies wundern, also Gurr- und Flitzattacken, die quasi aus dem Nichts auftauchen und auch wieder verschwinden. Dahinter versteckt sich nichts Schlimmes, sondern nur ein harmloser Fall von Aktionismus.


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Lebenserwartung

Ausgewachsen ist eine Colourpoint mit ungefähr zwei Jahren. In dieser Zeit entwickelt sich auch die endgültige Fellfarbe der Tiere, denn Point-Katzen sind bei der Geburt weiß, die dunklen Stellen kristallisieren sich erst noch heraus. Stammt die kleine Fellnase aus einer verantwortungsvollen Zucht, kann die Colourpoint zwischen 15 und 18 Jahre alt werden.

Das hängt auch von den folgenden Faktoren ab, an denen Sie beteiligt sein können:

  • Ernährung & Gewicht: Achten Sie auf eine artgerechte Ernährung und die richtige Futtermenge für Ihren Fellball, damit Ihre Colourpoint nicht das ein oder andere ungesunde Gramm zu viel hat.

  • Bewegung & Beschäftigung: Auch die gemütliche Himalaya-Katze benötigt regelmäßige Bewegung und geistige Beschäftigung.

  • Stressreduzierung: Katzen reagieren teils mit ernsthaften Erkrankungen auf sämtliche Formen von Stress. Achten Sie darauf, dass Ihre Fellnase in einem möglichst ruhigen und stressfreien Umfeld lebt.

Ernährung

Eine artgerechte Ernährung gehört zu einem gesunden und langen Katzenleben dazu. Sie ist abhängig vom Alter der Katze, teils von der Rasse und vom allgemeinen Gesundheitszustand Ihrer Mieze.

Wichtig ist, dass das Futter einen sehr hohen Fleischanteil hat – und das gilt für Trocken- und Nassfutter gleichermaßen. Zudem sollte es frei von Getreide sein, da dieses nicht gut verdaut wird und zu Lebensmittelunverträglichkeiten führen kann.

Wenn Sie es sich zutrauen, können Sie sich an einer BARF-Ernährung versuchen. Diese orientiert sich am natürlichen Fressverhalten der Katzen. Sie sollten diese Ernährung im Vorfeld mit dem Tierarzt besprechen, damit Ihre neue Mitbewohnerin alle wichtigen Nähr- und Mineralstoffe sowie Spurenelemente bekommt.


Hinweis: 

Achten Sie beim Wasser darauf, dass dieses einen angemessenen pH-Wert hat. Denn dieser kann sich ansonsten negativ auf die Katzengesundheit auswirken und schlimmstenfalls zur Bildung von Struvit- und Calciumsteinen führen. Diese hängen übrigens vom pH-Wert ab. Liegt dieser bei sechs oder darunter, bilden sich Calciumsteine, liegt er bei acht oder höher, sind Struvitkristalle im Urin zu finden. Der gesunde pH-Wert des Katzenurins liegt in der Regel bei 6,2 bis 6,5.


Haltung, Platzbedarf & Harmonie

Die in der Regel ruhige und tiefenentspannte Colourpoint ist gewissermaßen die perfekte Wohnungskatze, die sich in „ihren“ vier Wänden pudelwohl fühlt, solange Sie sich ausreichend um sie kümmern – also mit ihr spielen und kuscheln. Damit sie sich in Ihrer Abwesenheit nicht langweilt, freut sie sich – wie jede Katze – zudem über ausreichende Kletter- und Versteckmöglichkeiten sowie Aussichtsplattformen.

Selbstverständlich freut sich diese Rasse auch über frische Luft, dennoch raten wir von einem Freigang ab – und das vor allem aufgrund der Gefahren durch Verkehr und „Catnapper“, denn die zutrauliche Colourpoint hat keine Hemmungen, mit fremden Menschen mitzugehen. Bieten Sie ihr stattdessen eine katzensichere Freiluft-Alternative, wie zum Beispiel einen abgesicherten Balkon, Garten oder eine Terrasse.

Beachten Sie bitte, dass diese Rasse wirklich sehr anhänglich ist – und es demnach nicht schätzt, wenn Sie das Haus verlassen. Dementsprechend ergibt es Sinn, gleich zwei Colorpoints einziehen zu lassen. Aber auch andere Katzenrassen und sogar Hunde können zu treuen Spielgefährten der Colourpoint werden.

Zeitaufwand & Pflege

Anhängliche Katzen bedeuten immer auch ein Extramaß an Zeit und Aufmerksamkeit. Das trifft auch auf die Colourpoint zu, die ihre Schmuse- und Spieleinheiten sehr vehement einfordern kann. Diesen Punkt sollten Sie nicht unterschätzen – denn so sehr wir Menschen uns wohl alle eine Schmusekatze wünschen, können die Kuscheleinheiten mit einer Colourpoint gut und gerne schon einmal eine Stunde dauern.

Bezüglich der Pflege ist diese Fellnase ebenfalls anspruchsvoll. Das ist unter anderem dem langen und dichten Fell geschuldet, das auch außerhalb des Fellwechsels idealerweise tägliche Pflegeunterstützung benötigt. Andernfalls kann es schnell zu Verfilzungen kommen. Diese sehen nicht nur unschön aus, sondern sind auch der perfekte Nährboden für Parasiten.

Erziehung

Die Colourpoint ist eine sehr intelligente und damit lernwillige Katzenrasse. Entsprechend unkompliziert gestaltet sich ihre Erziehung. Bereits der Züchter und die biologische Katzenmama werden ihren Teil zur artgerechten Sozialisierung beigetragen haben, wozu unter anderem die Stubenreinheit und der Kontakt zu anderen Katzen und auch Menschen gehört.

Ihnen obliegt dann „nur noch“, Ihrer neuen Mitbewohnerin beizubringen, dass Sofa, Bett und Tisch keine Kratzgelegenheiten sind.

Gesundheit

Die Colourpoint kann, wie auch die Perser, unter bestimmten Krankheiten leiden. Diese betreffen vor allem die Augen, inkl. Begleitschielen, und die Atemwege, was der kurzen Nase zuzuschreiben ist. Diese macht ein normales Atmen so gut wie unmöglich und bedeutet zudem, dass die Augen relativ häufig tränen und es so zu Verkrustungen kommen kann. Kontrollieren Sie also regelmäßig – am besten täglich – Augen und Nase, damit diese möglichst frei sind und bleiben.

Des Weiteren können die folgenden Erbkrankheiten auftreten:

  • Polycystic Kidney Disease/PKD: Schädigung bzw. Zystenbildung an den Nieren, die im Alter zu Nierenversagen führen kann
  • Progressiver Netzhautschwund: Verkrümmung der Netzhaut, die zur Erblindung führen kann
  • Hypertrophe Kardiomyopathie/HKM: kann zu einer Verdickung der Herzmuskels führen

Bitte achten Sie auch bei einer Wohnungskatze darauf, dass sie den notwendigen Impfschutz besitzt. Dazu zählen unter anderem die Impfungen gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche sowie gegen FeLV/Feline Leukämie.

Ebenfalls zu einer gesunden Colourpoint gehören regelmäßige Wurm- und Parasitenkuren, da diese Plagegeister auch von uns ins Haus und damit zur Katze gebracht werden können.

Züchter

Bitte achten Sie beim Kauf Ihrer Colourpoint darauf, dass der Züchter seriös ist – das gilt bei dieser Rasse vielleicht noch mehr als bei anderen Langhaarkatzen. Denn unseriöse Züchter haben den Anspruch, die Nase so kurz wie möglich zu züchten. Wie erwähnt, führt das zu gesundheitlichen Einschränkungen und Problemen. Eine solche Himalayan kann demnach durchaus als Qualzucht bezeichnet werden.

Der Züchter sollte auf jeden Fall einen gesunden Stammbaum präsentieren können sowie Ihnen alle Papiere, inkl. Gesundheitszeugnisse und Katzenpass, mitgeben.

Kostenpunkt

Ein Colourpoint-Kitten von einem seriösen Züchter kostet circa 850€. Neben den Anschaffungskosten müssen Sie zudem die Kosten für die Erstausstattung einkalkulieren, also für Futter- und Wassernäpfe, Katzentoiletten und -streu, Spielzeug und natürlich Futter.

Ebenfalls eingerechnet werden sollten die Kosten für Kratzbäume und Kuschelplätze, auch wenn die Colourpoint sich mit Sicherheit am wohlsten auf Ihrem Sofa fühlen wird.


Unser Tipp:

Da die Colourpoint zu Krankheiten neigen kann, sollten Sie erwägen, eine Tierversicherung abzuschließen. Diese übernimmt in der Regel die Tierarztkosten, inklusive Operationen, die klassischerweise schnell sehr hoch ausfallen können.


Welche Überlegungen sind vonnöten, wenn ich mir diese Rasse zulege?

Sie müssen sich vor allem im Klaren darüber sein, dass der Einzug Ihrer Himalaya bzw. Colourpoint Ihr bisheriges Leben gewaltig auf den Kopf stellen wird. Denn es reicht nicht aus, sie jeden Tag zu füttern, ihre Toilette zu reinigen und sie ansonsten sich selbst zu überlassen.

Diese Rasse ist, wie jedes andere Tier auch, ein Lebewesen mit Gefühlen und Bedürfnissen, die von ihrem Lieblingsmenschen beachtet und respektiert werden müssen. Das heißt auch, dass Sie einige Abstriche und Kompromisse einplanen sollten, da diese Rasse zudem sehr menschenbezogen und anhänglich ist und damit den Kontakt zu Ihnen braucht und auch sucht.

Vergessen Sie ebenfalls nicht, dass mit der Colourpoint auch finanzielle Neuerungen und Umstellungen auf Sie zukommen bzw. zukommen können – je nach Gesundheitszustand der Miezekatze. Natürlich wünschen wir Ihnen und vor allem Ihrer Fellnase, dass diese lange glücklich und gesund durchs Katzenleben springt. Sie sollten die Tierarztkosten für diese Rasse jedoch nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Sind Sie sich dagegen sicher, dass die Colourpoint – oder auch zwei – Ihre neue Mitbewohnerin werden soll, wünschen wir Ihnen viel Freude mit Ihrem verschmusten Flauschball.

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