Somali Katze

Dieses Rassekatzen-Porträt ist der “Fuchskatze” gewidmet. Mit ihrem weichen, roten Fell haftet der Samtpfote etwas Wildes an. Das lange Haar ist eine Folge der eingekreuzten Perserkatzen. Mit der aktiven und geselligen Somalie Katze können Sie viel Spaß haben. Beachten Sie, dass die experimentierfreudigen Vierbeiner auch nicht vor Türen oder Wasserhähnen zurückschrecken. 

Steckbrief

  • Rasse: Somali Katze
  • Herkunft: USA
  • Gewicht: Katze 2,5 bis 4 kg, Kater 3,5 bis 5 kg
  • Größe: mittelgroß
  • Alter: 12 bis 15 Jahre, zuchtabhängig
  • Charakter: aktiv, verschmust, sportlich, menschenbezogen, intelligent
  • Fell und Farbe: Halblanghaarkatze; Sorrel, Blau, Beige-Fawn, Schwarzsilber, Blausilber, Sorrelsilber, Fawnsilber; erlaubte Fellzeichnung getickt/Agouti
  • Pflege: moderat
  • Bewegungsdrang: sehr hoch
  • Besonderheiten: sehr athletischer Körperbau, große und oft strahlend grüne Augen, nicht für Vielbeschäftige geeignet, springt gerne und viel, braucht viel Platz und Auslauf

Inhaltsverzeichnis


Herkunft

Oftmals gibt der Rassenname einer Katze schon Auskunft über die Herkunft der Rasse, was jedoch nicht auf die Somali-Katze zutrifft. Bis heute ist man sich uneinig darüber, woher die Katze ursprünglich stammt. Geklärt ist aber, dass sie von der Abessinier-Katze abstammt, die sich lediglich in der Felllänge von der Somali unterscheidet.

Eine Herkunft aus Nordafrika ist dennoch unwahrscheinlich. Stattdessen geht man davon aus, dass die Abessinier zunächst in Großbritannien als Rassekatze gezüchtet wurde. In den 1970er Jahren begann man dann auch in den USA mit der Zucht dieser Rassekatze. Leider können wir Ihnen nicht verraten, welche Langhaar-Katze hier mit der Abessinier für eine Einkreuzung verpaart wurde.


Wissenswertes:

Die Somali ist seit 1981 von der FIFé als eigenständige Rasse anerkannt. Dennoch ist sie in Deutschland nach wie vor eine sehr seltene Katzenrasse.


Aussehen

Es gibt kaum eine Katzenrasse, die einen optisch so eleganten Eindruck macht, wie die Somali. Es handelt sich um eine mittelgroße Katze mit einem schlanken, eleganten und muskulösen Körperbau. Gemäß dem Rassestandard soll sie dabei eine „gut entwickelte Brust“ vorweisen. Sie hat einen schmalen Kopf mit großen und leicht nach außen abstehenden Ohren.

Ein auffälliges Merkmal sind die Augen, die bei vielen Vertretern dieser Rasse in einem strahlenden Grün erscheinen. Wie der Körper, so ist auch der Schwanz von einem halblangen Fell bedeckt und gewissermaßen „normal“ lang.

Farblich sind bei der Somalikatze bestimmte Farben erlaubt. Dazu zählen unter anderem Wildfarben, Sorrel, Schwarzsilber und Beige-Fawn. Nicht erlaubt dagegen sind beim Fell die Farben Chocolate und Lilac.


Schon gewusst?

Die Somali wirkt zwar bis auf einige Körperstellen fast einfarbig, der Eindruck täuscht jedoch. Tatsächlich handelt es sich bei der Fellfärbung um das sogenannte „Ticking“. Das heißt, dass die Haare abwechselnd hell und dunkel gefärbt sind. Verantwortlich dafür ist ein Gendefekt, den übrigens auch die Abessinierkatze und die Singapura besitzen.


Charakter, Wesen, Harmonie & Zeitaufwand

Optisch mag die Somali ein wenig divenhaft erscheinen. Tatsächlich versteckt sich hinter diesem eleganten Äußeren eine sehr sportliche, aktive und verspielte Katze, die darüber hinaus sehr intelligent, anhänglich und verschmust ist. Sie baut eine enge Bindung zu ihrer Bezugsperson auf.

Wer also keine Zeit für seine Somali hat, weil er oder sie berufstätig und demnach den Großteil des Tages außer Haus ist, sollte sich für eine andere Rasse entscheiden – es sei denn, Sie adoptieren direkt eine zweite Katze, idealerweise aus demselben Wurf.

Die Somali ist definitiv keine „Couch Potato“. Das heißt, dass sie in puncto Platz und Zeitaufwand einen hohen Anspruch besitzt. Sie ist eben sehr sportlich, was bedeutet, dass sie für ihr Katzenleben gern herumläuft, klettert und auch springt. Mindestens ein großer Kratzbaum ist also Pflicht.

Dieser sollte zudem ausreichend Aussichtsplattformen und Schlafplätze aufweisen. Ebenfalls ist es bei dieser Rasse empfehlenswert, wenn Sie in einer größeren Wohnung leben, die vielleicht auch Zugang zu einem Balkon, einer Terrasse oder einem Garten hat. Denn diese Außenbereiche können katzensicher gemacht werden, sodass die Somali einen Großteil des Tages im Freien und damit an der frischen Luft verbringen kann.

Als aktive und verspielte Rasse wird die Somali zudem tägliche Spieleinheiten einfordern und auch das Schmusen und Kuscheln mit dem Lieblingsmenschen steht bei ihr ganz weit oben auf der Liste.

Übrigens gilt die Somali als sehr harmonisch und versteht sich nicht nur mit Artgenossen, sondern auch mit Hunden.


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Lebenserwartung


Stammt die Somali aus einer verantwortungsvollen Zucht und leidet demnach nicht unter rassetypischen Erbkrankheiten, kann sie zwischen 12 und 15 Jahre alt werden. Als neuer Lieblingsmensch und zweibeinige Mitbewohnerin können Sie mit den folgenden

Dingen zusätzlich zu einem langen, glücklichen und gesunden Katzenleben beitragen:

  • Stressreduktion
  • Ernährung und Gewicht
  • Aufmerksamkeit, Beschäftigung, geistige Forderung

Unser Tipp:

 Vermeiden Sie Stress für Ihre Katze. Das gilt vor allem auch für Ihren persönlichen Stress, denn dieser kann sich im Nu auf unsere sensiblen Samtpfoten übertragen und sich so negativ auf deren Gesundheit und die Lebensqualität auswirken.


Ernährung

Als Fleischfresser möchte auch die Somali in erster Linie Fleisch und Fisch fressen. Dabei wird Nassfutter natürlich bevorzugt, da dies der natürlichen Nahrung am nächsten kommt. Aber auch hochwertiges Trockenfutter ist selbstverständlich eine Option. Achten Sie darauf, dass beide Futterarten frei von Getreide sind sowie nicht mit künstlichen Inhaltsstoffen angereichert wurden. Diese können sich langfristig auf die Gesundheit der Katze auswirken.

Wenn Sie möchten, können Sie mit dem Tierarzt auch einen Barf-Ernährungsplan für Ihre Samtpfote erstellen. Denn diese Fütterung gilt bei vielen Tierhaltern als die natürlichste, die sie ihrem Vierbeiner bieten können.


Tipp:

Vermeiden Sie eine Überfütterung Ihrer Somali. Zwar neigen aktive Katzen generell nicht zu Übergewicht, aber gerade ein höheres Alter oder auch die kälteren Jahreszeiten können zu einem verlangsamten Stoffwechsel und einem reduzierten Bewegungsdrang führen. Bei gleichbleibender Futtermenge kann die Katze etwas an Gewicht zunehmen, was aus gesundheitlicher Sicht keine gute Entwicklung wäre.


Erziehung

Katzen lassen sich in der Regel ja angeblich nicht erziehen, stattdessen erziehen sie uns. Das stimmt in gewisser Weise auch, denn wer lässt sich nicht im Nu von seiner niedlichen Fellnase um die Pfoten wickeln? Dennoch ist eine artgerechte Sozialisierung, die auch die Erziehung umfasst, einer der Grundsteine für eine glückliche Katze.

Dazu zählt nicht nur die Stubenreinheit, sondern auch der Kontakt zu Artgenossen und anderen Menschen. Im Idealfall kümmert sich bereits ein Züchter um einige dieser Dinge, sodass die Somali keine Probleme hat, sich an Ihre Hausregeln anzupassen.

Pflege

Die Somali hat halblanges Haar. Das heißt in der Regel auch, dass es ein wenig häufiger gepflegt und gekämmt werden muss, als das bei Kurzhaarkatzen der Fall ist. Auch, wenn die Fellnasen sich selbst um die Fellness kümmern, hilft eine Unterstützung Ihrerseits. Das gilt vor allem in Zeiten des Fellwechsels, in denen vermehrt lose Haare abgestoßen werden.

Um ein natürliches Ausscheiden verschluckter Haare zu erleichtern, können Sie Ihrer Somali Katzengras und/oder Malzpaste geben. Zudem gibt es spezielle Katzenfutter, die bei Haarballen helfen sollen, da sie die Bildung reduzieren können.

Auch die Augen, Ohren und das Mäulchen sollten regelmäßig kontrolliert werden, da sich hier nicht nur der perfekte Nährboden für Infektionen befindet, sondern auch andere Krankheiten erkannt werden können.

Gesundheit & Krankheiten

Rassekatzen sind – im Gegensatz zu Feld-Wald-und-Wiesen-Katzen – leider immer wieder Opfer von Inzuchten und teils auch Qualzuchten. Letzteres ist bei der Somali nicht der Fall. Dennoch kann es immer wieder vorkommen, dass ein Züchter mehr Wert auf die Optik, als auf die Gesundheit der kleinen Kätzchen legt, was später zu Problemen durch vererbte Krankheiten führen kann.

Auch die Somali kann prädestiniert für einige Krankheiten sein, zu denen unter anderem die folgenden zählen:

  • Pyruvatkinasemangel/PK, eine unheilbare Stoffwechselerkrankung
  • Renale Amyloidose/RA, ebenfalls eine Stoffwechselerkrankung
  • Progressive Retina-Atrophie/PRA, sie führt zu Erblindung

Achten Sie außerdem auf einen umfassenden Impfschutz Ihrer Somalikatze. Dazu gehören die jährlichen Auffrischimpfungen gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche sowie – bei negativem Test – gegen FeLV, feline Leukämie. Bei Katzen, die auch draußen unterwegs sind, macht zudem eine Tollwutimpfung Sinn.

Ebenfalls wichtig sind regelmäßige Entwurmungen und gegebenenfalls Spot-ons gegen Parasiten. Auch eine jährliche Routineuntersuchung durch den Tierarzt gehört zu Ihren Pflichten als verantwortungsvolle Katzenmama.

Kostenpunkt für Anschaffung und Ausstattung

Eine Somalikatze kostet 700 Euro oder mehr. Natürlich können Sie auch in einem Tierheim nach Ihrer neuen Mitbewohnerin schauen, denn auch Rassekatzen werden hier ab und zu abgegeben. Beachten Sie hier aber, dass diese Katzen möglicherweise schon einiges erlebt haben, was sie nun erst aufarbeiten müssen. Das kann Sie vor die ein oder andere Herausforderung stellen.

Natürlich sind nicht nur die Anschaffungskosten zu bedenken, sondern auch die Erstausstattung, die auf jeden Fall die folgenden Dinge umfassen sollte:

  • Katzenfutter, Futternäpfe und Trinknäpfe
  • Kratzbäume, Aussichtsplattformen und Katzenspielzeuge
  • Katzenstreu, vorzugsweise geruchsneutral, um Allergien zu vermeiden
  • Katzentoiletten, und zwar immer eine mehr, als Katzen bei Ihnen leben
  • Katzengitter, um Fenster, Balkone etc. für die Somali zugänglich zu machen

Vergessen Sie ebenfalls nicht, dass die jährlichen Vorsorgeuntersuchungen mit eingeplant werden sollten. Ist die Somali eher anfällig für Krankheiten, kann zudem der Abschluss einer Katzenversicherung Sinn machen, um so die Kosten für den Tierarzt in einem überschaubaren Rahmen zu halten. Denn diese können es in sich haben.

Kalkulieren Sie Futter und Streu immer auch als laufende Kosten ein, denn diese fallen in der Regel monatlich, teils auch wöchentlich, an und belaufen sich auf den ein oder anderen Euro.

Welche Überlegungen sind vonnöten, wenn ich mir diese Rasse zulegen möchte?

Zunächst sollten Sie für sich herausfinden, ob die Somalikatze auch tatsächlich die richtige Rasse für Sie ist. Schließlich ist diese wunderschöne Samtpfote durchaus anspruchsvoll – und das nicht nur bezüglich des Platzbedarfs und des Bewegungsdranges, sondern auch in puncto Anerkennung. Haben Sie viel zu tun oder sind Sie viel außer Haus, ist diese Rasse leider nicht die richtige für Sie.

Als menschbezogene Fellnase, die dennoch ihren eigenen Kopf hat, benötigt die Somali viel Zeit und Aufmerksamkeit. Das bedeutet für Sie den ein oder anderen Kompromiss und eben auch tägliche Zeitfenster, die ausschließlich für Ihre Katze und Sie reserviert sein sollten. Auch übernehmen Sie damit die Verantwortung für ein Lebewesen. Seien Sie also aus Liebe zu der Somali zu 100 Prozent sicher, dass Sie bereit sind, diese zu übernehmen.

Wichtig ist darüber hinaus der Faktor Kosten. Das mag auf den ersten Blick unwichtig erscheinen, aber Katzen können weitaus mehr kosten, als wir im Vorfeld eingeplant hatten. Ergo gehört auch eine gewisse finanzielle Absicherung zu den Überlegungen, die Sie vor dem Einzug Ihrer Katze bedenken müssen.

Können Sie hinter all diese Punkte einen Haken machen, wünschen wir Ihnen und Ihrer neuen Mitbewohnerin oder Ihren neuen Mitbewohnerinnen viel Freude miteinander.

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