Hinweis für dich und deinen Vierbeiner:
Unsere Produktempfehlungen und Ratgeber dienen der Unterstützung des allgemeinen Wohlbefindens deiner Fellnase. Sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Wenn Beschwerden anhalten, sich verschlimmern oder neu auftreten, wende dich bitte an deine Tierärztin oder deinen Tierarzt.
Wenn im Frühjahr oder Herbst plötzlich überall Hundehaare liegen, auf dem Sofa, im Auto und an deiner Kleidung, steckt oft der ganz normale Fellwechsel dahinter. Viele Hunde verlieren in dieser Zeit deutlich mehr Haare als sonst, weil sich ihr Fell an Temperatur, Tageslicht und Jahreszeit anpasst. Das kann für dich im Alltag anstrengend sein, ist für deine Fellnase aber ein natürlicher Prozess.
Trotzdem kannst du den Fellwechsel sinnvoll unterstützen. Regelmäßige Pflege hilft, lose Haare zu entfernen, die Haut zu belüften und Verfilzungen vorzubeugen. Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle, denn Fell besteht überwiegend aus Protein und braucht eine gute Versorgung mit Fettsäuren, Vitaminen und Spurenelementen. Besonders bei Hunden mit empfindlicher Haut, Schuppen oder stumpfem Fell kann eine passende Unterstützung bei Haut-Fellproblemen sinnvoll sein.
In diesem Ratgeber erfährst du, warum Hunde ihr Fell wechseln, wie du richtig bürstest, welche Pflegewerkzeuge zum Felltyp passen, welche Nährstoffe Haut und Fell unterstützen und wann Fellverlust nicht mehr normal ist.
Was passiert beim Fellwechsel?
Der Fellwechsel ist ein natürlicher Erneuerungsprozess. Alte, abgestorbene Haare fallen aus, während neue Haare nachwachsen. Besonders deutlich ist dieser Prozess bei Hunden mit Unterwolle, weil sie im Frühjahr oft dichteres Winterfell verlieren und im Herbst wieder mehr schützendes Fell aufbauen.
Der Fellwechsel wird vor allem durch Tageslicht, Temperatur und hormonelle Signale beeinflusst. Deshalb haaren viele Hunde im Frühjahr und Herbst stärker. Hunde, die viel in beheizten Innenräumen leben, können aber auch über das ganze Jahr verteilt haaren, weil der Körper weniger klare saisonale Reize bekommt.
Wie stark der Fellwechsel ausfällt, ist individuell. Rasse, Felltyp, Alter, Kastration, Gesundheitszustand, Stress und Fütterung können den Haarverlust beeinflussen. Ein Labrador, Schäferhund oder Husky verliert oft anders Fell als ein Pudel, Malteser oder kurzhaariger Hund ohne dichte Unterwolle.
Wie lange dauert der Fellwechsel beim Hund?
Bei vielen Hunden dauert der Fellwechsel einige Wochen. In dieser Zeit kann das Haaren deutlich stärker sein als sonst. Manche Hunde sind nach zwei bis vier Wochen durch, andere brauchen länger. Besonders Hunde mit dichter Unterwolle oder sehr langem Fell benötigen oft mehr Unterstützung.
Auch Alter und Gesundheit spielen eine Rolle. Senioren können langsamer durch den Fellwechsel kommen, weil Hautstoffwechsel, Aktivität und Nährstoffverwertung sich verändern. Bei älteren Hunden lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf Fell, Haut, Gewicht und Allgemeinzustand. Wenn zusätzlich altersbedingte Beschwerden dazukommen, kann auch eine Unterstützung rund um Senioren- und Altersbeschwerden sinnvoll sein.
Wenn dein Hund jedoch plötzlich extrem viel Fell verliert, kahle Stellen bekommt oder gleichzeitig Juckreiz, Rötungen, Schuppen oder Krusten zeigt, solltest du nicht nur an normalen Fellwechsel denken. Dann kann eine Hauterkrankung, Allergie, Parasitenbefall oder hormonelle Ursache dahinterstecken.
Woran erkennst du normalen Fellwechsel?
Normaler Fellwechsel zeigt sich meist als gleichmäßiger Haarverlust. Dein Hund verliert mehr Haare als sonst, aber die Haut wirkt gesund. Es entstehen keine kahlen Stellen, keine nässenden Bereiche und keine starken Rötungen. Das Fell kann zeitweise etwas unordentlicher wirken, besonders wenn lose Unterwolle noch im Fell steckt.
Typisch für normalen Fellwechsel ist:
- gleichmäßiger Haarverlust ohne kahle Stellen
- mehr lose Haare beim Streicheln oder Bürsten
- stärkere Haarmenge im Frühjahr oder Herbst
- keine starken Hautrötungen
- kein dauerhafter Juckreiz
- keine nässenden oder schmerzhaften Hautstellen
- allgemein normales Verhalten und guter Appetit
Wenn dein Hund während des Fellwechsels etwas mehr schuppt oder das Fell stumpfer wirkt, kann das vorübergehend vorkommen. Bleiben Schuppen, Juckreiz oder stumpfes Fell länger bestehen, sollte die Haut genauer betrachtet werden.
Warum Fellpflege im Fellwechsel so wichtig ist
Regelmäßige Fellpflege ist die wichtigste praktische Unterstützung im Fellwechsel. Bürsten entfernt lose Haare, verhindert Verfilzungen und hilft, abgestorbene Unterwolle aus dem Fell zu holen. Gleichzeitig wird die Haut besser belüftet, und du kannst früh erkennen, ob Rötungen, Parasiten, kleine Wunden oder schuppige Stellen vorhanden sind.
Besonders bei dichtem Fell kann lose Unterwolle im Fell hängen bleiben. Wenn sie nicht entfernt wird, können Verfilzungen entstehen. Unter Filz staut sich Wärme und Feuchtigkeit, was die Haut reizen kann. Gerade an Achseln, hinter den Ohren, an der Brust, an den Hosen und im Bauchbereich bilden sich schnell Knoten.
Passendes Zubehör findest du in der Kategorie Fellpflege für Hunde. Entscheidend ist aber nicht, möglichst viel Fell auf einmal herauszuholen. Besser ist eine ruhige, regelmäßige Pflege, die zum Felltyp passt und die Haut nicht unnötig reizt.
Welche Bürste passt zu welchem Fell?
Die richtige Bürste hängt vom Felltyp ab. Ein kurzhaariger Hund braucht andere Pflege als ein langhaariger Hund mit Unterwolle. Wenn das Werkzeug nicht passt, ziept es, entfernt wenig lose Haare oder reizt die Haut unnötig.
- Kurzhaarige Hunde profitieren oft von Gummistriegeln, Pflegehandschuhen oder weichen Bürsten.
- Hunde mit dichter Unterwolle brauchen meist Unterwollbürsten, Kämme oder geeignete Entfilzungswerkzeuge.
- Langhaarige Hunde benötigen Bürsten und Kämme, die bis zur Haut durchkommen, ohne zu reißen.
- Lockige oder drahtige Felltypen brauchen je nach Rasse spezielle Pflege und teilweise regelmäßiges Scheren oder Trimmen.
Für kurzhaarige oder empfindliche Hunde eignet sich ein Fellpflegehandschuh, wenn lose Haare sanft aufgenommen werden sollen und dein Hund klassische Bürsten eher unangenehm findet. Viele Hunde empfinden diese Art der Pflege eher wie Streicheln.
Bei dichter Unterwolle braucht es oft ein Werkzeug, das abgestorbene Haare aus dem Unterfell löst, ohne täglich stark über die Haut zu kratzen. Eine Unterfellbürste für Hunde kann dann helfen, lose Unterwolle kontrolliert zu entfernen. Wichtig ist, langsam zu arbeiten und nicht so lange zu bürsten, bis die Haut gerötet ist.
Bürste lieber häufiger und kürzer als selten und sehr intensiv. Wenn dein Hund Bürsten unangenehm findet, starte mit kurzen Einheiten und belohne ruhiges Verhalten. Fellpflege sollte nicht zum Kampf werden.
Scheren im Fellwechsel: Wann ist das sinnvoll?
Nicht jeder Hund sollte im Fellwechsel geschoren werden. Bei vielen Hunden mit Unterwolle ist Scheren nicht die beste Lösung, weil das Fell eine Schutzfunktion hat und ungünstiges Scheren die Fellstruktur beeinflussen kann. Besonders bei nordischen Rassen, Schäferhundtypen oder Hunden mit dichter Doppelstruktur sollte vorher fachlich geklärt werden, welche Pflege sinnvoll ist.
Anders sieht es bei Felltypen aus, die ohnehin regelmäßig gekürzt oder geschoren werden müssen. Wenn das Fell stark nachwächst, schnell verfilzt oder aus hygienischen Gründen gekürzt werden soll, kann ein Schermaschinen-Set im Pflegealltag hilfreich sein. Bei Unsicherheit ist eine Beratung durch Hundefriseur oder Tierarztpraxis sinnvoll, bevor du selbst scherst.
Scheren ersetzt nicht das Ausbürsten loser Unterwolle. Gerade im Fellwechsel geht es meist darum, abgestorbene Haare zu entfernen, ohne Haut und Fellstruktur unnötig zu belasten.
Wie oft solltest du im Fellwechsel bürsten?
Während des Fellwechsels kann tägliches Bürsten sinnvoll sein, besonders bei Hunden mit Unterwolle. Bei anderen Felltypen reichen einige Einheiten pro Woche. Entscheidend ist, wie viel loses Fell dein Hund hat und wie schnell Verfilzungen entstehen.
Eine gute Routine kann so aussehen:
- kurze Bürsteinheiten von wenigen Minuten
- besonders gründlich an Brust, Hals, Bauch, Hosen und hinter den Ohren
- nach Spaziergängen kurz prüfen, ob Kletten oder Schmutz im Fell hängen
- bei langem Fell erst entwirren, dann kämmen
- Haut während der Pflege auf Rötungen, Schuppen oder Parasiten prüfen
- Werkzeug regelmäßig reinigen, damit es effektiv bleibt
Wenn du sehr viel Unterwolle entfernst, achte darauf, nicht zu stark auf der Haut zu kratzen. Zu intensives Bürsten kann die Haut reizen und Juckreiz verstärken.
Sollte man den Hund im Fellwechsel baden?
Ein Bad kann im Fellwechsel helfen, lose Haare und Schmutz zu entfernen. Es ist aber nicht bei jedem Hund nötig. Wenn du deinen Hund badest, nutze ein mildes Hundeshampoo und spüle gründlich aus. Rückstände können die Haut reizen und Juckreiz fördern.
Bei empfindlicher oder trockener Haut sollte Baden nicht übertrieben werden. Zu häufiges Waschen kann die natürliche Hautbarriere belasten. Neigt dein Hund zu Schuppen, Juckreiz oder Rötungen, sollte das Shampoo besonders mild sein. Das Canina Hafermilch Shampoo passt vor allem dann, wenn eine sanfte Reinigung gefragt ist und dein Hund Baden grundsätzlich gut verträgt.
Nach dem Baden ist gründliches Trocknen wichtig, besonders bei dichtem Fell. Feuchtigkeit, die lange in der Unterwolle bleibt, kann die Haut reizen. Wenn dein Hund nach dem Baden stärker juckt, solltest du Shampoo, Wassertemperatur, Häufigkeit und Ausspülen überprüfen.
Welche Rolle spielt Ernährung im Fellwechsel?
Fellwechsel ist für den Körper Arbeit. Haare bestehen überwiegend aus Keratin, einem Strukturprotein. Damit neues Fell gesund nachwachsen kann, braucht dein Hund ausreichend hochwertiges Protein, essentielle Fettsäuren, Vitamine und Spurenelemente.
Ein bedarfsgerechtes Alleinfutter versorgt die meisten Hunde grundsätzlich mit allen wichtigen Nährstoffen. Wenn dein Hund jedoch stumpfes Fell, schuppige Haut, starken Juckreiz oder wiederkehrende Hautprobleme zeigt, kann es sinnvoll sein, die Fütterung genauer zu prüfen.
Wichtig ist: Mehr Ergänzungen sind nicht automatisch besser. Entscheidend ist, ob wirklich ein Bedarf besteht und ob das Produkt zum Hund passt. Besonders bei Allergien, sensibler Verdauung oder Erkrankungen sollten neue Zusätze bewusst eingeführt werden.
Omega-3 im Fellwechsel
Omega-3-Fettsäuren können Hautbarriere, Fellqualität und entzündungsbezogene Prozesse unterstützen. Besonders relevant sind EPA und DHA aus marinen Quellen wie Fischöl oder Algenöl. Pflanzliche Öle liefern meist ALA, das Hunde nur begrenzt in EPA und DHA umwandeln können.
Wenn Haut und Fell im Fellwechsel zusätzliche Unterstützung brauchen, können Öle mit marinen Fettsäuren eine Option sein. Lachsöl für Hunde lässt sich zum Beispiel über das Futter geben, wenn dein Hund es gut verträgt. Alternativ kann ein Omega-3-Öl genutzt werden, wenn gezielt EPA und DHA ergänzt werden sollen.
Wichtig ist eine passende Dosierung. Wenn dein Hund eine Pankreatitis hatte oder fettarm gefüttert werden muss, solltest du Öle nicht einfach zusätzlich geben. Sie erhöhen den Fettgehalt der Ration und sollten dann tierärztlich abgestimmt werden.
Biotin, Zink und weitere Nährstoffe
Biotin, Zink, Vitamin A, Vitamin E, B-Vitamine und essentielle Fettsäuren werden häufig mit Haut- und Fellgesundheit verbunden. Zink ist unter anderem für Hauterneuerung und Fellqualität wichtig, Biotin spielt eine Rolle im Haut- und Haarstoffwechsel.
Wenn das Fell stumpf wirkt oder die Haut im Fellwechsel zusätzlich beansprucht ist, kann eine gezielte Kombination aus fellbezogenen Nährstoffen interessant sein. Das Canina Dog Fellgel enthält unter anderem Biotin und Zink und ist damit eher eine ergänzende Unterstützung für Haut und Fell als eine Lösung für ungeklärten starken Haarausfall.
Das bedeutet aber nicht, dass jeder Hund im Fellwechsel automatisch Biotin oder Zink zusätzlich braucht. Wenn das Hauptfutter vollständig und passend ist, ist eine zusätzliche Gabe nicht immer nötig. Bei starkem Haarausfall, Krusten, Juckreiz oder wiederkehrenden Hautproblemen sollte die Ursache geklärt werden. Dann geht es nicht nur um Fellwechsel, sondern möglicherweise um Ernährung, Allergie, Parasiten, Hormone oder Hautinfektionen.
Wenn Allergien den Fellwechsel verstärken
Manchmal wirkt Fellwechsel stärker, weil gleichzeitig Juckreiz, Lecken oder Kratzen auftreten. Dann verliert dein Hund nicht nur saisonal Haare, sondern beschädigt Fell und Haut zusätzlich mechanisch. Typisch sind Pfotenlecken, Kratzen an Hals oder Ohren, Rötungen, Hotspots oder kahle Stellen.
Bei Unverträglichkeiten und Allergien können Haut und Fell besonders empfindlich reagieren. Futtermittelreaktionen, Umweltallergien, Flohspeichelallergie oder Kontaktreizungen können ähnliche Symptome verursachen.
Wenn der Fellverlust mit Juckreiz verbunden ist, solltest du nicht nur bürsten oder Ergänzungen geben. Dann muss die Ursache gefunden werden, damit Haut und Fell sich wirklich erholen können.
Futtermittelreaktionen und Fellverlust
Bei manchen Hunden stehen Haut- und Fellprobleme mit der Fütterung in Zusammenhang. Juckreiz, wiederkehrende Ohrenprobleme, Pfotenlecken, Durchfall oder Erbrechen können Hinweise sein. Dann reicht es nicht, wahllos ein Haut-und-Fell-Produkt zu ergänzen.
Bei Verdacht auf eine Futtermittel-Allergie ist eine strukturierte Fütterung wichtig. Häufig wird eine Ausschlussdiät genutzt, um mögliche Auslöser einzugrenzen. Währenddessen sollten keine zusätzlichen Leckerlis, Kauartikel oder Ergänzungen gegeben werden, die die Auswertung verfälschen.
Wenn dein Hund im Fellwechsel zusätzlich Verdauungsbeschwerden zeigt, solltest du die Fütterung besonders genau betrachten und bei anhaltenden Symptomen tierärztlichen Rat einholen.
Parasiten, Hautprobleme oder normaler Fellwechsel?
Nicht jeder Haarverlust im Frühjahr oder Herbst ist automatisch normaler Fellwechsel. Flöhe, Milben, Pilzinfektionen, bakterielle Hautentzündungen oder Hotspots können ebenfalls Fellverlust verursachen. Häufig kommen Juckreiz, Rötungen, Krusten, Schuppen oder nässende Stellen dazu.
Wenn dein Hund sich stark kratzt, beißt oder leckt, solltest du Haut und Fell gründlich prüfen. Besonders Rücken, Rutenansatz, Bauch, Achseln, Ohren und Pfoten sind wichtige Stellen. Bei Verdacht auf Parasiten oder Hautentzündung sollte die Tierarztpraxis die Ursache abklären.
Bei wiederkehrenden Problemen kann auch eine Unterstützung bei Floh- und Milbenbefall relevant sein. Wichtig ist, den Auslöser zu erkennen, statt nur den Fellverlust zu behandeln.
Stress und Fellwechsel
Stress kann Haut und Fell beeinflussen. Manche Hunde haaren in aufregenden Situationen plötzlich stärker, zum Beispiel beim Tierarzt, im Auto oder bei Besuch. Auch längerer Stress durch Umzug, neue Routinen, Alleinbleiben, Mehrhundehaltung oder wenig Ruhe kann sich auf Haut, Fell und Immunsystem auswirken.
Wenn dein Hund im Fellwechsel zusätzlich unruhig, kratzig oder empfindlich wirkt, lohnt sich ein Blick auf seinen Alltag. Ausreichend Schlaf, klare Routinen, passende Bewegung und ruhige Pflegeeinheiten können helfen, Stress zu reduzieren.
Stress ersetzt aber keine medizinische Abklärung. Wenn kahle Stellen, Juckreiz oder Hautveränderungen dazukommen, sollte die Ursache genauer geprüft werden.
Fellwechsel bei Welpen und Senioren
Welpen und Junghunde wechseln irgendwann vom Welpenfell ins erwachsene Fell. In dieser Phase kann das Fell ungleichmäßig wirken, weicher oder struppiger erscheinen und unterschiedlich stark haaren. Eine sanfte Gewöhnung an Bürste, Kamm und Pflegeroutine ist hier besonders wertvoll.
Seniorenhunde können ebenfalls Veränderungen zeigen. Das Fell wird manchmal dünner, stumpfer oder langsamer erneuert. Gleichzeitig treten im Alter häufiger Erkrankungen, Muskelabbau, Organprobleme oder Hautveränderungen auf. Deshalb sollte auffälliger Fellverlust bei älteren Hunden nicht vorschnell als „normal“ abgetan werden.
Bei älteren Hunden ist eine ganzheitliche Betrachtung sinnvoll: Fütterung, Gewicht, Beweglichkeit, Haut, Zähne, Organwerte und allgemeine Vitalität hängen oft zusammen.
Fellwechsel in der Wohnung besser managen
Der Fellwechsel betrifft nicht nur deinen Hund, sondern auch deinen Alltag. Mit ein paar Routinen lässt sich die Haarmenge in der Wohnung deutlich besser kontrollieren.
- Bürste deinen Hund im Fellwechsel möglichst draußen oder an einem festen Pflegeplatz.
- Nutze waschbare Decken auf Lieblingsplätzen.
- Reinige Bürsten regelmäßig, damit sie effektiv bleiben.
- Entferne lose Haare nach Spaziergängen kurz mit Striegel oder Bürste.
- Wasche Hundedecken häufiger, wenn sehr viele Haare hängen bleiben.
- Prüfe Geschirr und Halsband auf Scheuerstellen oder Haarbruch.
Auf Lieblingsplätzen kann eine gut waschbare Hundedecke den Alltag erleichtern, weil du Haare schneller entfernst und Liegeflächen häufiger reinigen kannst. Je mehr lose Haare du direkt aus dem Fell holst, desto weniger verteilen sich später in der Wohnung.
Was solltest du im Fellwechsel vermeiden?
Gut gemeinte Pflege kann auch zu viel werden. Zu häufiges Baden, zu starkes Bürsten oder ungeeignete Werkzeuge können die Haut reizen. Auch wahllose Ergänzungen sind nicht immer sinnvoll.
Vermeide besonders:
- aggressives Bürsten bis die Haut gerötet ist
- zu häufiges Baden mit ungeeigneten Shampoos
- Scheren von Felltypen, bei denen die Unterwolle dadurch problematisch nachwachsen kann
- viele neue Ergänzungen gleichzeitig
- Öle ohne Rücksprache bei fettarmer Diät oder Pankreasproblemen
- Fellverlust mit Juckreiz nur als normalen Fellwechsel abzutun
- Verfilzungen einfach herauszureißen statt vorsichtig zu lösen
- Pflegewerkzeuge zu verwenden, die nicht zum Felltyp passen
Wenn du unsicher bist, welche Pflege zu deinem Hund passt, kann ein guter Hundefriseur oder deine Tierarztpraxis helfen. Besonders bei Rassen mit besonderer Fellstruktur ist fachliche Pflegeberatung sinnvoll.
Wann solltest du tierärztlichen Rat einholen?
Tierärztlicher Rat ist wichtig, wenn dein Hund kahle Stellen bekommt, stark juckt, sich wund leckt, Krusten, Rötungen, nässende Hautstellen oder starken Schuppenbefall zeigt. Auch übler Hautgeruch, Schmerzen, plötzlicher massiver Fellverlust oder Veränderungen an Ohren und Pfoten sollten abgeklärt werden.
Wenn Fellverlust zusammen mit Gewichtsverlust, Müdigkeit, starkem Durst, verändertem Appetit, Durchfall, Erbrechen oder Verhaltensänderungen auftritt, sollte ebenfalls genauer untersucht werden. Dann kann eine innere Ursache beteiligt sein.
Normaler Fellwechsel darf haarig sein, aber er sollte nicht schmerzhaft, entzündet oder mit deutlichem Krankheitsgefühl verbunden sein.
Unser Fazit
Der Fellwechsel beim Hund ist ein natürlicher Prozess, der je nach Rasse, Felltyp und Jahreszeit unterschiedlich stark ausfallen kann. Mit regelmäßiger Fellpflege, passender Bürste, mildem Umgang mit Haut und Fell sowie einer ausgewogenen Ernährung kannst du deine Fellnase gut durch diese Phase begleiten.
Besonders wichtig sind hochwertiges Protein, essentielle Fettsäuren, Omega-3, Zink, Biotin und eine stabile Hautbarriere. Ergänzungen können sinnvoll sein, wenn dein Hund sie wirklich braucht und gut verträgt. Gleichzeitig gilt: Starker Juckreiz, kahle Stellen, Rötungen, Krusten oder nässende Haut sind kein normaler Fellwechsel. Wenn solche Anzeichen auftreten, sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden, damit Haut und Fell wieder gesund nachwachsen können.




























































































































































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