Hundeleckerlies - die kleine Belohnung zwischendurch

Viele Hundebesitzer freuen sich, wenn sie ihrem Liebling etwas Gutes tun können. Die meisten Menschen greifen dafür zu Hundeleckerlies. Dagegen ist auch im Prinzip nichts einzuwenden, denn jeder Hund liebt sie. Allerdings sollte man sich bewusst darüber werden, was die Gabe von Leckerchen bei den Hunden auslöst. Wahllos sollten sie nicht verteilt werden. In diesem Artikel werden wir daher näher darauf eingehen.


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Was sind Hundeleckerlies?

Hundeleckerlies gibt es in verschiedenen Arten zu kaufen. Es handelt sich dabei eher um einen Oberbegriff, der viele Produkte umfasst. Es werden Leckerchen in vielen Größen und Formen hergestellt, sodass jeder Bedarf abgedeckt werden kann.

Die Grundidee hinter einem Hundeleckerli ist aber immer gleich: Es soll eine Belohnung für den Hund darstellen oder als Beschäftigung für den Vierbeiner dienen. Keinesfalls ersetzen sie eine komplette Hundemahlzeit und sollten nur sparsam und dosiert gegeben werden.

Grob unterschieden werden können industriell gefertigte Leckerchen durch Größe, Konsistenz und Kaudauer:

  • Kleine weiche Futterbrocken, die schnell geschluckt werden können.
  • Größere Futterbrocken, auf denen einige Sekunden gekaut werden muss.
  • Kauknochen, die in erster Linie zum Zeitvertreib des Hundes ausgelegt sind. 

In gewisser Art und Weise fallen auch fast flüssige Leckereien unter den Oberbegriff von Hundeleckerlies. Hier gilt als Beispiel die berühmte Leberwurst-Tube, die fast ausschließlich für das positiv verstärkte Hunde-Training als Trainingsleckerli genutzt wird. Bei dieser Form von Leckerchen können Hundebesitzer die Menge durch Druck auf die Tube selbst bestimmen.

Wofür werden Hundeleckerlies hauptsächlich eingesetzt? 

Die meisten Hundehalter benutzen ein Hundeleckerli als Belohnungshappen bei der Hundeerziehung. Da Hunde unsere menschliche Sprache nicht verstehen, müssen wir Menschen eine andere Form der Kommunikation nutzen. Am einfachsten gelingt dies, wenn der Hund in einen freudigen Zustand versetzt wird, sobald er etwas richtig gemacht hat.

Das ganze Prinzip der Hundebelohnung entstammt aus den Lerntheorien. Vor allem Burrhus Frederic Skinner hat mit seiner berühmten Skinner-Box entscheidend dazu beigetragen, dass Menschen das Lernverhalten generell verstehen.

Das Experiment von Skinner bestand darin, dass in einem einfachen Käfig Ratten gehalten wurden. An den Käfigwänden wurden Hebel angebracht, die durch Betätigung Futter auf den Boden warfen. Zuerst sind die Ratten zufällig an den Hebel gekommen und wunderten sich womöglich über die Futterbelohnung. Die Studie zeigte aber ganz deutlich, dass die Tiere schnell lernten und die Hebel anschließend gezielt betätigten.

Für das Hundetraining können die Erkenntnisse aus diesem Skinner-Experiment gut genutzt werden. Das Ergebnis liegt ganz klar auf der Hand: Hunde zeigen ein Verhalten öfter, wenn sie anschließend belohnt werden. Diese Theorie sollte sich jeder Hundehalter zunutze machen und auf eine Hundebelohnung setzen, wenn ein Verhalten zukünftig öfter verlangt wird.

Durch Gabe von einem Leckerli kann einem Hund gezeigt werden, dass sein momentanes Verhalten sehr erwünscht ist. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass er von nun an genau dieses Verhalten sehr oft zeigen wird. Das klappt aber nur, wenn das Leckerli fast zeitgleich mit dem gewünschten Verhalten gegeben wird. Es dürfen allerhöchstens 2-3 Sekunden verstreichen.

Diese Vorgehensweise wird auch als „positive Verstärkung“ im Hundetraining genannt.

Wie viele Leckerlies dürfen dem Hund gegeben werden?

Natürlich sollte der Hund nicht nur von Leckerlies leben und kein anderes Hundefutter mehr bekommen. Dann wäre es auch keine Belohnung mehr, sondern stellt das normale Hundefutter dar. Letzteres sollte natürlich ausgewogen sein und den Grundnahrungsbedarf pro Tag abdecken.

Bei einem Training des Hundes ist es nicht mit der Gabe von einem einzigen Leckerchen getan. Trainiert ein Hundebesitzer mit seinem Tier ca. zehn Minuten, können auch schon einmal schnell 20 Leckerlies verfüttert werden. Den Hund wird es freuen und der Mensch wird sich ebenfalls über die Erfolge freuen.

Allerdings sollten Hundebesitzer streng darauf achten, dass die Menge von verfütterten Leckereien bei der Haupt-Hundemahlzeit wieder abgezogen wird. Ansonsten droht schnell Übergewicht bei dem geliebten Vierbeiner und das macht sich in ein paar Jahren mit Gelenkproblemen bemerkbar.

Abgerechnet wird zum Schluss nach Gewicht: Wenn die Hälfte einer 100 g Leckerchentüte beim Training drauf gegangen ist, müssen danach von der Hundemahlzeit 50 g abgezogen werden.

Aus welchen Inhaltsstoffen bestehen Hundeleckerlies? 

Bei den Leckereien ist die Vielfalt seitens der Hersteller so groß wie beim herkömmlichen Hundefutter. Es gibt Hundesnacks mit verschiedenen Schwerpunkten: Bei einigen Sorten ist der Fleischanteil sehr hoch und bei anderen wiederum der Gemüseanteil.

Hundebesitzer tun gut daran, sich vorab die Verpackungsanlage genau durchzulesen. Das trifft besonders zu, wenn der eigene Hund unter einer Futtermittelallergie oder anderen Unverträglichkeiten leidet.

Da es sich bei den Leckerlies um Hundebelohnungen handelt, ist natürlich eines klar: Die kleinen Belohnungshappen müssen sehr schmackhaft sein. Der Hund muss im besten Fall die Leckerlies sehen oder riechen und eine echte Erwartungshaltung aufbauen, damit sie ihren Sinn erfüllen. Anders als bei der normalen Futtermahlzeit muss der Hund richtig „wild“ auf die Belohnung sein.

Daher ist es nicht immer auszuschließen, dass bei minderwertigen Leckerlies auch Geruchs- und Geschmacksstoffe beigemischt werden. Hunde arbeiten in erster Linie über die Nase und können auch auf Entfernung entscheiden, ob ihnen etwas zusagt oder nicht.

Wie bei uns Menschen auch, werden alle Sinnesorgane des Hundes bei jeder Belohnung angesprochen. Hochwertige Hundeleckerlies bestehen daher oftmals aus gut riechenden natürlichen Zutaten.

Besonders folgende Lebensmittel sind für die Hunde sehr verlockend:

  • Käse
  • Schinken
  • Leberwurst
  • Leberkäse

Gibt es spezielle Leckerli-Sorten für kranke Vierbeiner? 

Da es immer mehr Hunde gibt, die an speziellen Allergien oder Futtermittelunverträglichkeiten leiden, haben sich auch die Hersteller von Hundefutter darauf eingerichtet. Die kranken Hunde sollen natürlich auch mit Leckereien versorgt werden können.

Angelehnt an getreidefreiem Hundefutter gibt es selbstverständlich auch Leckerlies ohne Getreide. Diese wurden besonders für Hunde entwickelt, die unter einer Getreideallergie oder sonstigen Allergien leiden. Solche Hundeleckerlies werden garantiert ohne Getreidezusätze hergestellt. In der Regel ist dieses Produkt hochwertiger, da der Fleischanteil erhöht wird.

Ist ein Hund beispielsweise nierenkrank, muss er eine ganz spezielle Nierendiät einhalten. In den meisten Fällen sieht es so aus, dass der Fleischanteil stark reduziert werden muss. In diesem Fall bestehen die Leckerchen überwiegend aus Gemüse und/oder sogar Getreide. Der Fleischanteil liegt dann höchstens bei ca. 20 %.

Übergewichtige Hunde stellen auch ein Problem bei normalen Leckerlies dar. Oftmals sind diese sehr kalorienhaltig und die Folge wäre, dass der Vierbeiner noch dicker wird. Deshalb gibt es im Handel auch spezielle Diät-Leckerlies zu kaufen. Bei diesem Produkt ist der Fettgehalt deutlich reduziert, sodass auch diese Hunde trainiert werden können.

Dürfen auch Welpen Leckerlies fressen? 

Grundsätzlich kann die Frage nur mit einem „Ja“ beantwortet werden. Gerade im Welpenalter ist jeder Hund besonders wissbegierig und sollte so viel wie möglich lernen. Spezielle Welpen Leckerlies gibt es im Grunde genommen nicht. Allerdings sollten Hundehalter darauf achten, dass sie nicht allzu hart sind, solange die jungen Hunde noch ihr Milchgebiss haben.

Auch spielt die Größe der kleinen Futterstücke eine Rolle. Hunde im selben Alter sind häufig überdreht und quirlig. Unpassende Futtergrößen sollten unbedingt vermieden werden, damit sich die Kleinen nicht daran verschlucken.

Mitunter gelten auch Kaustangen oder große Futterteile als Leckerlies. Hunde wechseln zwischen dem vierten und sechsten Monat ihre Zähne. Das ist auch mit Problemen behaftet, da die Junghunde gerne alles anknabbern oder darauf herumkauen. Da helfen auch fast alle Erziehungsmaßnahmen nicht.

Abhilfe können hier spezielle Stangen für Welpen helfen. Diese sind etwas weicher als herkömmliche Knabberein und bestehen häufig aus Kälberblasen oder ähnlich weichen Bestandteilen.

Gibt es auch Nachteile bei der Gabe von Leckerlies? 

Nachdem nun viel über die Vorteile von Leckerchen geschrieben wurde, kommen wir nun zu den Nachteilen. Auch diese gibt es, aber in erster Linie handelt es sich dabei um Fehlverhalten der Hundebesitzer. Hunde werden selten zu einem Leckerlie „Nein“ sagen.

Wenn Leckerchen in der Hundeerziehung als positive Verstärkung dienen sollen, ist die Gabe vollkommen o. k. Dem Hund können auf diese Art und Weise Verhaltensformen oder auch Kunststücke aller Art leicht beigebracht werden.

Allerdings kommt es dabei auf das richtige Timing an. Um das richtige Hundeverhalten zu verstärken, dürfen nicht mehr als 2-3 Sekunden vergehen. Besser wäre es sogar noch, wenn nur eine Sekunde zwischen Verhalten und der Belohnung liegt.

Viele Hundehalter sind allerdings nicht in der Lage, diese geringe Zeitspanne einzuhalten. Oder sie nehmen es nicht so genau. Wenn der Hund nach dem Rückruf oder dem Pfiff nicht SOFORT zu seinem Besitzer läuft, ist es eigentlich keine Belohnung wert. Viele Hundehalter tun das aber dennoch, weil sie froh sind, dass der Hund überhaupt kommt. Lernen tut der Vierbeiner allerdings nur, dass es egal ist, wann er kommt. Seine Belohnung ist ihm gewiss.

Wem häufig solche kleinen Fehler unterlaufen, kann seinem Vierbeiner auch unerwünschte Verhaltensweisen mithilfe von Leckerchen beibringen. Das sollte aber nicht das Ziel sein. Insofern sollten sich Hundehalter genauestens mit den Lernmethoden von Hunden auseinandersetzen und danach handeln. Dann sind Leckerlies eine tolle Hilfe für Mensch und Tier.

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