So erkennen Sie hochwertiges Katzenfutter

In diesem ausführlichen Katzenmagazin Beitrag werden wir intensiver auf die Thematik eingehen, damit Sie für Ihre Katze das beste Katzenfutter ermitteln können. Doch Vorsicht: Wir präsentieren Ihnen hier harte Fakten, die nicht unbedingt appetitlich sind, dafür aber der Wahrheit entsprechen.


Inhaltsverzeichnis


Was ist hochwertiges Katzenfutter?

Diese Frage haben Sie sich sicher bereits gestellt, aber nicht wirklich beantworten können. Die Qualität von Katzenfutter bemisst sich eben nicht nach hübschen Verpackungen und einschlägigen Werbespots. Nicht einmal Ihrer Katze können Sie die Entscheidung überlassen, denn die Hersteller buhlen um die Gunst der Vierbeiner und tun so einiges dafür, dass die Samtpfoten nur dieses eine Futter für sich beanspruchen.

Glauben wir den großen Futter-Konzernen, ist die Herstellung von hochwertigem Katzenfutter eine denkbar schwierige Aufgabe, eine große Herausforderung, bei der sich niemand in die Karten schauen lassen will. In den Laboren wird gegrübelt und entwickelt, bis wieder einmal eine neue Sorte beim Verbraucher landet und die Fragen beim Blick auf die Banderole nicht aufhören.

Einfach beantwortet: Hochwertiges Katzenfutter ist Nahrung, welche dem natürlichen Fressverhalten Ihrer Katze entspricht. Da Sie nun aus verschiedenen Gründen Ihrem Tier nicht mehrmals täglich Mäuse und diverse andere Kleinsäuger auftischen möchten, müssen wir der Frage etwas intensiver nachgehen.

Hochwertiges Katzenfutter muss nicht nur schmecken, sondern auch gut vertragen werden. Leider haben viele Erkrankungen der sonst robusten Vierbeiner ihre Ursache in Fütterungsfehlern. Doch dazu später mehr.

Schauen wir uns zunächst einmal die Verdauung der Katzen näher an. Ihr Liebling gehört zur Gruppe der Carnivoren. Dies heißt nichts anderes als das, was Sie ohnehin wissen: Katzen sind Fleischfresser. Ein Großteil der Nährstoffe wird über die Aufnahme tierischer Produkte abgedeckt.

Die Natur hat hier entsprechend vorgesorgt. Katzen besitzen einen verkürzten Ober- und Unterkiefer und ein Gebiss, welches zum Beute reißen und deren grober Zerkleinerung ausgelegt ist. Die Backenzähne spielen im Katzengebiss dagegen nur eine untergeordnete Rolle.

Vielleicht hatten Sie bereits das Glück, von Ihrem Stubentiger eine Maus serviert zu bekommen. Katzen wissen eben selbst am besten, was gut für sie ist. Betrachten Sie die kleinen Beutetiere mit Interesse anstatt mit Ekel, lernen Sie einiges über die natürlichen Ernährungsgewohnheiten und damit auch über die Ansprüche an hochwertiges Katzenfutter.

Mäuse und andere Kleinnager bestehen zum Großteil aus Wasser. Dies erklärt einen Umstand, der vielen Katzenhaltern Kopfzerbrechen bereitet. Katzen trinken wenig, denn als ehemaliges Wüstentier kennen sie es nicht anders. Der Wasserbedarf frei lebender Tiere wird zum Großteil über die Beute gedeckt.

Diesem Prinzip entspricht auch jedes herkömmliche Nassfutter, das in der Regel einen Wasseranteil zwischen 80 und 90 Prozent besitzt. Sie können also schon mal aufatmen, denn Ihr Vierbeiner wird nicht verdursten, auch wenn der Wassernapf einmal unangetastet bleibt.

Zurück zum erbeuteten Mäuschen. Dieses besteht neben Wasser hauptsächlich aus Eiweiß. Katzen benötigen viel Eiweiß, übrigens weit mehr als der Hund. Also vergessen Sie den Gedanken, dass sich Hundefutter als hochwertiges Katzenfutter eignet.

Kein Katzenfutter ohne Fett. Ganze elf Prozent davon stecken in einer Maus. Fett liefert Energie und enthält neben den lebenswichtigen Fettsäuren auch die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. Weiterhin kann die Beute-Maus Mineralstoffe wie Kalzium, Phosphor, Magnesium, Natrium oder Kalium sowie  Spurenelemente wie Mangan, Kupfer, Eisen und Zink liefern. Ohne diese Stoffe würde die Fellnase ansonsten unter Wachstumsstörungen leiden.

Damit hätten wir sie bereits, die Grundzusammensetzung von hochwertigem Katzenfutter - gemessen an ihrem Lieblingsgericht.

Die natürliche Nahrung am Beispiel Maus ist wie folgt zusammengesetzt:

  • Wasser = 62 Prozent
  • Eiweiß = 19 Prozent
  • Fett = 11 Prozent
  • Mineralstoffe = 4,3 Prozent
  • Kohlenhydrate 3,7 Prozent

Fällt Ihnen etwas auf? Richtig, es sind nur wenige Kohlenhydrate enthalten und die für uns Menschen so wichtigen Ballaststoffe fehlen komplett. Pflanzen und Getreide nimmt die Katze auch zu sich - sofern Sie sich im Mäusemagen befinden und die Katze diesen auch verspeist.

Die Menge können Sie sich selbst ausmalen. Behalten Sie diese Angaben ruhig im Hinterkopf, wenn wir uns nun dem Katzenfutter in Dosen zuwenden. Denn schließlich möchten Sie ungern auf Mäuse-Jagd gehen.

Woran kann ich hochwertiges Katzenfutter erkennen?

Kommen Sie sich vor dem Futtermittelregal auch manchmal verloren vor und wünschten sich insgeheim, Sie hätten Ihre Katze mit zum Einkaufen genommen? Die Entscheidung für hochwertiges Katzenfutter kann Ihnen niemand abnehmen.

Schauen Sie genauer hin, denn gutes Fertigfutter erkennen Sie am Etikett. Der Gesetzgeber hat klare Richtlinien erlassen, wie Futtermittel deklariert werden sollten. Dennoch lohnt es sich, wenn Sie zweimal hinschauen. Lernen Sie zwischen den Zeilen der Deklaration zu lesen. Denn Qualität bedeutet nicht gleich gute Qualität.

Markenname und Sorte

Jede Dose enthält die Bezeichnung des Futters. Sie möchten Abwechslung in den Napf bringen und greifen daher zu Futtermittel „mit Herz und Möhren“ oder „mit Huhn und Süßkartoffeln“. Dies bedeutet aber noch lange nicht, dass der komplette Fleischanteil aus Herz oder Huhn besteht. Um die Erwähnung der Fleischsorte zu rechtfertigen, braucht es lediglich vier Prozent der genannten Sorte.

Verwendungszweck

Futterdosen müssen Informationen enthalten, für welche Tierart sie Verpackung mancher Ergänzungsfuttermitteln vorgesehen sind. Achten Sie darauf, dass es sich um ein Alleinfuttermittel für Katzen handelt. Suchen Sie nach speziellen Produkten für Kitten, Senioren oder bestimmte Rassen sollte dies auf der Verpackung vermerkt sein.

Zusammensetzung

Hier schwächelt der Gesetzgeber und die Hersteller haben quasi freie Hand, Ihnen Dinge unterzujubeln, die im Katzennapf nichts zu suchen haben. Wie oft haben Sie bereits von „Fleisch und tierischen Nebenerzeugnissen“ gelesen und sich vielleicht nicht allzu viel dabei gedacht, schließlich fällt auch bei Ihnen Abfall an, wenn Sie Hühnchen oder Hase zubereiten. Dann brauchen Sie jetzt starke Nerven, denn nicht nur Innereien sind hier gemeint.

Die genannten Nebenerzeugnisse sind meist Rohstoffe der Kategorie 3, die beim Schlachten anfallen und nicht für den menschlichen Verbrauch bestimmt sind. Neben Knochen, Schwarten und Fetten werden dieser Kategorie aber auch weniger appetitliche Häute, Hörner, Haare, Hufe, Federn oder Klauen zugeordnet.

Doch solche Schlachtnebenprodukte sind nicht per se schlecht. Die meisten dieser tierischen Nebenerzeugnisse sind zwar genusstauglich für Menschen, aber nicht für den menschlichen Verzehr geeignet. So zählen dazu insbesondere viele Produkte, die in der heutigen Gesellschaft nicht mehr gerne gegessen werden.

Wohingegen es früher noch üblich war, den Großteil des geschlachteten Tieres zu verarbeiten, steht heute nur selten z.B. Zunge, Leber, Niere oder Lunge auf dem Speiseplan und traditionelle Gerichte wie Schweinefüße, Schlachtsuppe, Kutteln, Euter oder Kalbsbries geraten immer mehr in Vergessenheit. All diese Produkte werden aber unter dem Begriff "Schlachtnebenprodukte" geführt.

Die heutige Gesellschaft kann es sich leisten, überwiegend nur noch das schmackhafte Muskelfleisch zu essen. Ein Großteil des geschlachteten Tieres wird daher aus kommerziellen Gründen abgelehnt. Sollten wir jedoch nicht allein schon aus Gedanken des Tierschutzes anstreben, auch den genießbaren Rest zu verwenden, statt diesen zu verschwenden? Wenn Tiere für unsere Zwecke geschlachtet werden, sollten wir auch weit möglichst respektvoll mit dem Tierkörper umgehen.

Darüber hinaus enthalten Nebenprodukte der Schlachtung, die der Mensch heute eben oftmals nicht mehr essen will, wertvolle Nährstoffe und diese sind in der Katzenfütterung für eine ausgewogene Nährstoffzusammensetzung nahezu unerlässlich. So kann durch Verwendung verschiedenster Innereien in angemessenen Mengen, die Zugabe ernährungsphysiologischer Zusatzstoffe reduziert werden.

Auch liefern Nebenprodukte viele wichtige Aminosäuren, die in reinem Muskelfleisch gar nicht alle verfügbar wären. Hinzu kommt, dass die Katze bei auch die gesamte Maus verspeist und nicht nur das reine Muskelfleisch genießet.

Neben Kategorie-3 Material gibt es auch Schlachtnebenprodukte der Kategorie 2 oder 1. Diese dürfen jedoch nicht zu Tierfutter verarbeitet werde. Zu diesen Materialien gehören z.B. die Magen-Darminhalte und Schlachtabfälle mit Medikamentenrückständen. Material der Kategorie 1 und 2 darf je nach Art des Materials verbrannt, der Biogasgewinnung zugeführt oder zu Dünger verarbeitet werden.

Wenn Sie also auf einem Katzenfutter die Aufschrift: „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ lesen, müssen Sie dies nicht gleich links liegen lassen.  

Inhaltsstoffe

Diese Angaben beziehen sich auf den Gehalt an Rohprotein, Rohfett, Rohfaser und Rohasche. Kommt Ihnen hierbei einiges spanisch vor? Rohprotein ist Eiweiß, Rohfasern sind Ballaststoffe und Rohasche steht für Mineralstoffe. Der Wassergehalt ist wie bereits erwähnt in Feuchtfutter ausgesprochen hoch. Ist weniger als 14 Prozent Wasser enthalten, muss dies nicht aufgeführt werden. Daher werden Sie auf Trockenfutter-Verpackungen meist keine Angabe zum Feuchtigkeitsgehalt finden.

Transparenz lassen auch die Inhaltsstoffe häufig vermissen. Detaillierte Angaben, wie beispielsweise der Gehalt an Kalzium oder Phosphor sind freiwillig und nur auf der Verpackung mancher Ergänzungsfuttermittel vorgeschrieben. Diese Nahrungsbausteine sind aber wichtig für einen gesunden Katzenkörper.

 Vergleichende Aussagen über den Nährstoffgehalt in Nass- und Trockenfutter können erst getroffen werden, wenn Sie eine kleine Rechnung anstellen. Der Grund ist der hohe Wasseranteil in Nassfutter.

Enthält ein Dosenfutter 80 % Feuchtigkeit, sind die Nährstoffe, die in der übrigen 20-prozentigen Trockensubstanz verbleiben oft geringer als in einem Trockenfutter, welches nur zehn Prozent Wasser und folglich 90 Prozent Trockenmasse enthält.

Folgende Übersicht kann Ihnen dies an beispielhaften Katzenfutter nochmals veranschaulichen:

Dosenfutter

  • Wasser = 80,5 Prozent
  • Rohprotein = 10,5 Prozent
  • Rohfett = 5 Prozent
  • Kohlenhydrate = 1,9 Prozent
  • Rohasche = 1,7 Prozent
  • Rohfaser = 0,4 Prozent

Trockenfutter

  • Wasser = 10 Prozent
  • Rohprotein = 31 Prozent
  • Rohfett = 14,8 Prozent
  • Kohlenhydrate = 36,3 Prozent
  • Rohasche = 6,7 Prozent
  • Rohfaser = 1,2 Prozent

Berechnet man nun am Beispiel von Rohprotein den Gehalt dieser beiden Futter in der Trockensubstanz wird man feststellen, dass das Dosenfutter deutlich mehr Eiweiß enthält. In der Trockensubstand weist das Nassfutter 53,8% Eiweiß auf, wohingegen das Trockenfutter nur 34,4% Rohprotein in der Trockensubstanz enthält. Der alleinige Blick auf die Deklaration ist also nicht immer ausreichend, um ein Futter zu bewerten.

Nun haben wir Ihnen nicht nur gezeigt, worauf Sie beim Kauf von hochwertigem Katzenfutter achten müssen, sondern zugleich die Frage beantwortet, woran Sie minderwertiges Katzenfutter erkennen.


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Wie hoch sollte der Fleischanteil beim hochwertigen Katzenfutter sein?

Sie haben es bereits gehört, Fleisch ist nicht gleich Fleisch und auch hochwertiges Katzenfutter darf grundsätzlich neben Muskelfleisch auch tierischen Nebenzeugnissen enthalten, ohne dass es direkt zu verteufeln ist.  

Sie sind nun schlauer und wissen, dass nicht nur reines Muskelfleisch eine artgerechte Ernährung Ihres Stubentigers unterstützt, denn auch die Maus wird ganz gefressen und besteht nicht nur aus reinem Muskelfleisch. Dennoch darf der Fleischanteil selbstverständlich hoch sein und tatsächlich bieten einige Hersteller, meist nicht die großen Konzerne, sondern eher kleine Firmen mit viel Herzblut, Katzenfutter mit einem Fleischanteil von mehr als 90 Prozent.

Welche Fleischsorten sollten im Katzenfutter enthalten sein?

Hierbei müssen Sie sich und Ihr Tier nicht stressen. Es ist vollkommen gleich, welche Fleischsorte Sie verwenden, Hauptsache, es ist tierisches Eiweiß und wenige bis keine Kohlenhydrate enthalten. Die Futtermittelhersteller sorgen für Abwechslung im Napf.

Folgende Fleischsorten sind allgemein beliebt:

  • Rind
  • Wild
  • Lamm
  • Pute
  • Huhn

Da jede Katze einen hohen Taurin-Bedarf besitzt, könnten Sie möglicherweise bevorzugt auf Rind oder Wild zurückgreifen, denn der natürliche Taurin-Gehalt ist bei rotem Fleisch höher. Allerdings wird jedes Katzenfutter - egal ob nass oder trocken – bei der Herstellung erhitzt. Dabei wird Taurin zerstört. Daher muss es zu jedem guten Alleinfutter für Katzen zugesetzt werden. Was es mit diesem, für Katzen so wichtigen Stoff auf sich hat, erklären wir Ihnen anschließend.

Die Hersteller werden nicht müde, dem erlesenen Geschmack der verwöhnten Stubentiger und ihrer anspruchsvollen Frauchen zu entsprechen. Exotische Kompositionen aus Wildschwein, Känguru oder Rentier bereichern den Markt.

Eine Fleischsorte gehört, so glauben viele Menschen noch heute, grundsätzlich nicht in den Napf der Katze, nämlich Schweinefleisch. Doch ganz vermeiden muss man Schweinefleisch bei der Katzenfütterung nicht. Wichtig ist jedoch: Schweinefleisch sollte niemals roh verfüttert werden, insbesondere dann nicht, wenn es sich um Schweinefleisch aus dem Ausland oder um Wildschwein handelt.

Würde eine Katze rohes Fleisch eines mit dem Aujeszky Virus befallenen Schweines fressen, könnte sie selbst daran erkranken und sterben. Doch bei Nassfutter und Trockenfutter spielt das Aujeszky Virus keine Rolle. Bei der Erhitzung während des Herstellprozesses werden die Viren abgetötet und können die Katze somit nicht mehr infizieren.

Sollte Taurin in hochwertigem Katzenfutter enthalten sein?

Katzenfutter enthält diverse Zusatzstoffe wie Vitamine und Mineralien. Dies ist auch nötig, da im Herstellungsprozess die Zutaten zur Haltbarmachung erhitzt werden, wodurch viele Nährstoffe verloren gehen. Außerdem ist gerade bei Nassfuttern mit hohem Muskelfleischanteil der Mineralstoff- und Vitamingehalt sehr unausgewogen und teils gering, im Vergleich zu einer Beute wie der gesamten Maus, die von der Katze mit Haut, Knochen und Innereien verspeist wird.

Besonders wichtig ist auch die Zugabe von Taurin. Durch Verarbeiten von Futter wird das enthaltene Taurin zwar nicht zerstört, auf unbekannte Weise führt es jedoch dazu, dass es im Darm der Katze vermehrt bakteriell abgebaut wird. Der Katze steht daher bei verarbeitetem Futter (Dosenfutter, Trockenfutter, tiefgefrorenes Futter, gekochtes Futter) somit nicht mehr ausreichend Taurin zur Verfügung. Verarbeitetem Futter muss daher Taurin immer separat zugesetzt werden.

Die Aminosäure Taurin benötigen auch wir Menschen. Allerdings wird sie in unserem Körper in der Regel in ausreichender Menge hergestellt. Der Katze dagegen fehlt es an einem speziellen Enzym. Taurin kann die Katze daher weder ausreichend produzieren noch im Körper langfristig speichern.

Katzen benötigen die Aminosäure Taurin für einen funktionierenden Stoffwechsel, für die Gehirnentwicklung und das Herz. Auch für die Fruchtbarkeit weiblicher Tiere ist dieser Stoff essenziell. Besonders wenn Ihre Katze Probleme mit der Netzhaut des Auges hat oder an einer dilatativen Kardiomyopathie leidet, könnte dies auf einen Taurinmangel deuten. Weitere negative Auswirkungen von Taurinmangel wären Blindheit, Unfruchtbarkeit oder Wachstumsstörungen.

Allerdings ist ein Taurinmangel nur dann zu erwarten, wenn Sie Ihre Katze nicht mit kommerziellem Alleinfutter ernähren. Ein Taurinmangel ist am ehesten dann zu erwarten, wenn Ihre Katze Hundefutter bekommt, sie Ihrer Katze Fleisch füttern, das zuvor tiefgefroren war oder erhitzt wurde oder wenn Sie Ihre Katze gar vegetarisch ernähren.

Katzenfutter muss daher Taurin zugesetzt werden. Auch wenn Sie Katzenfutter mit hohem Fleischanteil und einer schonenden Zubereitung kaufen, ist Taurin nicht in ausreichender Menge im Muskelfleisch enthalten und muss extra zugesetzt werden.

Bei der Rohfütterung müssen Sie nicht zwingend eine Extraportion Taurin verabreichen, wenn sie ausschließlich frisches Fleisch geben, das zuvor nicht eingefroren wurde.

Da der Taurinbedarf sehr von der Art des Futters abhängt, lässt sich nur schwer sagen, wieviel davon eine gesunde Katze benötigt. Der Taurinbedarf wird daher je nach Art des Futters auf 2g/kg Trockensubstanz bei Nassfuttern und 1g/kg Trockensubstanz bei Trockenfuttern angegeben. Grundsätzlich haben älteren Tieren einen höheren Bedarf, ebenso wie trächtige und stillende Katzenmamas. Taurinpulver kann dem hochwertigen Katzenfutter beigemischt werden. Taurintropfen können Sie direkt ins Trinkwasser geben.

Sie kennen vielleicht die vermehrten Diskussionen über Nahrungsergänzungsmittel und deren Sinn und Unsinn. Manche Vitamine können dem Körper in der Tat mehr schaden als nutzen, wenn sie überdosiert werden. Dies kann Ihnen beim Kauf von hochwertigem Katzenfutter mit Taurin nicht passieren. Überschüssiges Taurin kann der Katze nicht schaden, sondern wird über den Kot wieder ausgeschieden.  

Warum ist in manchem Katzenfutter Getreide enthalten?

Es gibt Katzen, die Trockenfutter lieben und es gibt Frauchen, die nicht so genau auf die Verpackung schauen. Erinnern wir uns daher an den Anfang dieses Ratgebers: Die Grund-Bausteine der Katzenernährung. Getreide steht - abgesehen von dem Mageninhalt einer Mause – nicht auf dem Speiseplan einer Katze,

Viel Getreide hat in einem hochwertigen Katzenfutter nichts verloren. Darm und Stoffwechsel der Katze sind nicht darauf ausgelegt, Getreide zu verdauen. Getreide ist daher – anders als bei Hundefutter - in kommerziellen Futtermitteln für Katzen nur in sehr geringen Mengen enthalten. Viele Nassfuttersorten für Katzen enthält sogar gar kein Getreide.

Ein weiteres Problem in getreidehaltigem Katzenfutter ist Gluten. Wie dies beim Menschen der Fall ist, können auch die Tiere an einer Allergie leiden. Achten Sie daher auf einen möglichst niedrigen Getreide-Anteil oder nutzen das bereits in großer Zahl hergestellte getreidefreie Trockenfutter. Dieses Katzenfutter ist bekömmlicher und artgerechter.

Aus welchem Grund wird Zucker dem Katzenfutter beigemengt?

Diese Frage ist mehr als berechtigt, denn wovon Frauchen als Naschkatze nicht lassen kann, ist dem Vierbeiner eigentlich Schnuppe, denn Katzen können Zucker nicht schmecken. Dennoch gibt es immer noch wenige  Hersteller, die Katzenfutter mit Zucker anbieten.

Zucker schadet der Gesundheit Ihrer Katze. Sie ziehen sich nicht nur ein kleines Pummelchen heran, das dringend abspecken müsste, tatsächlich können auch Katzen Diabetes bekommen.  

Hochwertiges Katzenfutter - sollte es Trocken oder Nassfutter sein?

Es gibt Katzen, die scheinen nicht mit sich reden zu lassen. Sie mögen kein Nassfutter und knabbern am liebsten Trockenfutter. Katzen neigen zu einer sehr starken Futterprägung. Was eine Katze in den ersten Lebensmonaten zu fressen bekommt, wird sie auch zeitlebens lieber fressen.

Wurde ihre Katze als Welpe mit Trockenfutter ernährt, wird sie sich daher eventuell auch in späteren Jahren nur schwer auf ein anderes Futter umstellen lassen. Stubentiger, die ausschließlich auf Nassfutter bestehen und die kleinen Kroketten im Napf ablehnen, sind dagegen selten. Schade eigentlich, denn schließlich hat Feuchtfutter seine Vorteile.

Hochwertiges Katzenfutter aus der Dose kommt der natürlichen Ernährung der Tiere näher. Die stückigen Brocken erinnern zumindest entfernt an natürliche Beutetiere und liefern ausreichend Feuchtigkeit. Hochwertiges Katzenfutter aus der Dose sollte ohne Zucker, Getreide oder Geschmacksverstärker auskommen. Selbst Einfachzucker wie Glucose oder Karamell hat darin nichts verloren.

Trockenfutter ist nicht generell schlecht. Sie müssen jedoch vermehrt auf die ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit achten. Einige Katzenhalterinnen mischen die Kroketten mit Wasser. Das eher unappetitliche Produkt dieser Bemühungen schreckt nicht wenige Katzen ab.

Kommt gelegentlich Trockenfutter in den Napf, werden die Haustiere zum Kauen animiert und die Zahngesundheit kann gefördert werden, vorausgesetzt, Sie haben gut aufgepasst und ein Trockenfutter ohne Zucker ausgewählt.

Sie werden die Ernährungsgewohnheiten Ihres Stubentigers nicht über Nacht ändern können. Zeigt sich Ihre Katze versöhnlich, bietet sich ein Mix aus Nass- und Trockenfutter an. Damit werden die Tiere mit der notwendigen Feuchtigkeit versorgt und bekommen gleichzeitig Gelegenheit zum Knabbern und zur Zahnpflege.

Wie oft sollte hochwertiges Katzenfutter gefüttert werden?

Orientieren Sie sich hierbei an den bislang gewohnten Fütterungsgewohnheiten. Wenn Sie die gewohnte Routine durchbrechen, werden sich die Tiere nur schwer an das neue Futter gewöhnen.

Grundsätzlich sollte jede Katze, sofern Sie nicht übergewichtig ist, Futter immer zur freien Verfügung haben. Dazu eignet sich z.B. Trockenfutter. Zusätzlich können Sie dann am besten mehrmals täglich Nassfutter anbieten.

Ausgewachsene Katzen sollten ein bis zweimal täglich Futter erhalten. Für Kitten bis zu einem Jahr müssen Sie drei bis fünf Mahlzeiten einplanen, damit sich der junge Katzenkörper optimal entwickeln kann. Auch Katzen-Opas oder Tiere mit bestimmten Erkrankungen sollten häufiger und mit kleineren Portionen gefüttert werden.

Bei einer Misch-Fütterung sind für eine vier Kilogramm schwere Katze 200 Gramm Dosenfutter und 50 Gramm Trockenfutter täglich ausreichend.      

Kann ich hochwertiges Katzenfutter selbst herstellen?

Darauf gibt es eine einfache Antwort – natürlich können Sie. Das Ganze ist einfacher, als gedacht, Sie füttern einfach, was die Katze am liebsten mag. Wer hochwertiges Katzenfutter anbieten möchte, füttert rohes Fleisch. Barfen hat sich in den letzten Jahren auch für Katzen durchgesetzt. Bitte lassen Sie sich hier jedoch unbedingt von einem fachkundigen Tierarzt für Tierernährung beraten, damit Ihre Katze auch mit allem versorgt wird und keine Mängel bekommt.

Fütterungsbedingte Nährstoffmängel entstehen meist schleichend und lassen sich nicht, wie oftmals behauptet wird, durch eine Blutuntersuchung feststellen. Lediglich durch Nährstoffmängel entstandene Krankheiten lassen sich teilweise im Blut erkennen.

Manchmal hielt sich der Irrglaube, Katzen sollten kein rohes Fleisch erhalten, schließlich könnten Bakterien enthalten sein. Grundsätzlich ist hygienisches und hochwertiges rohes Fleisch für die Katze kein Problem. Rohes Hühnerfleisch sollten Sie jedoch nicht füttern, denn dies kann Salmonellen enthalten.

Den Vierbeinern kommt jedoch bei bakteriell belastetem Fleisch ihr verkürzter Darm zugute. Die Nahrung wird schnell hindurch geschleust und daher sind Katzen wie auch Hunde gegenüber Salmonellen und anderen Bakterienarten unempfindlicher als wir Menschen. Dennoch gibt es gerade bei gebarften Katzen und Hunden oftmals erhebliche und teils auch chronische Verdauungsstörungen durch keimbelastetes Futter.

Nun denken zwar nochmals an unser Beutetier vom Anfang. Auch die Maus ist nicht frei von Bakterien. Doch behalten Sie auch im Hinterkopf, dass ein freilebendes Wildtier keine 20 Jahre alt wird sondern stirbt, wenn es durch Umwelt oder Krankheit geschwächt wird.

Wenn Sie Ihre Katze barfen möchten, müssen Sie einiges beachten. Wer tiefgefrorenes oder erhitztes Fleisch füttert, muss Taurin zufüttern. Diese Aminosäure ist lebenswichtig für viele Stoffwechselvorgänge im Katzenkörper. Auch Vitamine und Mineralien müssen ergänzt werden. Informieren Sie sich diesbezüglich separat und erkundigen Sie sich im Zweifelsfall bei einem spezialisierten Tierarzt für Tierernährung.

Sie möchten nicht komplett auf hochwertiges Katzenfutter aus Dose oder Tüte verzichten, Ihre Katze aber trotzdem hin und wieder mit selbst zubereiteter Nahrung verwöhnen? Am Sonntag freut sich Ihr Liebling eventuell über etwas frischen Lachs oder ein Stück gekochtes Ei. Auch wenn Sie sich selbst z.B. Rindfleisch zubereiten, dürfen Sie Ihrer Mieze davon ein Stück abgeben.

Hilfe - meine Katze mag kein hochwertiges Katzenfutter

Nun ist es passiert. Sie haben Ihre Hausaufgaben gemacht und servieren zufrieden hochwertiges Katzenfutter in bester Qualität. Doch der Vierbeiner schaut beleidigt in Ihr erwartungsvolles Gesicht und verschwindet im Katzenkorb.

Katzen setzen gern ihren eigenen Kopf durch und sind Gewohnheitstiere. Doch lassen Sie sich nicht entmutigen, es ist nie zu spät, auf die Fütterung mit hochwertigem Katzenfutter umzusteigen. Wählen Sie die Futtersorten nach den hier gewonnenen Informationen aus und versuchen Sie mit kleinen Schritten großes zu erreichen.

Eine Umstellung auf hochwertiges Katzenfutter wird nicht unbemerkt bleiben, denn bekommt Ihre Mieze bestes Muskelfleisch und hochwertige Nährstoffe, verbessert sich die allgemeine Gesundheit. Glückliche Katzen sind aktiv und neugierig, das Fell bekommt einen seidigen Glanz etwaige Verdauungsbeschwerden verschwinden. Schon allein deshalb - bleiben Sie am Ball.

Warum viele Katzen Futter bevorzugen, welches einer aufgeklärten Katzenbesitzerin nicht mehr in den Einkaufskorb kommt, ist keine schwere Frage. Das Katzenfutter ist zwar nicht hochwertig, aber oftmals fördern manche Zusatzstoffe die Akzeptanz.

Wird das neue Futter komplett abgelehnt, müssen Sie in kleinen Schritten vorgehen. Mischen Sie das neue, hochwertige mit dem altbekannten Futter. Nach und nach können Sie die Dosis des alten Futters reduzieren und immer mehr hochwertiges Katzenfutter in den Napf geben.

Wählerische Katzen lassen sich schneller überzeugen, wenn Sie verschiedene Geschmacksrichtungen anbieten. Greifen Sie hierbei auf praktische Mix-Packs zurück. Merken Sie sich die Lieblingssorte und beschränken Sie sich beim nächsten Einkauf darauf.

Katzen lassen sich nicht gern überlisten, aber es lohnt sich für Frauchen und Katze. Am Ende wartet vielleicht sogar ein Dankeschön auf Sie. Schauen Sie mal nach, auf dem Fußabstreicher vor der Tür…

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